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In der AG-Festschrift arbeiteten (von links) Karl Markloff, Frank Gruner, Liane Schaub, Helga Beck, Dagmar Geyer und Wilfried Schneider gut zusammen.

Ortschronik

Wissenswertes aus 1250 Jahren

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Die Festschrift zum 1250-jährigen Bestehen von Ober- und Niederdorfelden ist im Druck. Hinter der Arbeitsgruppe Chronik-Festschrift liegt ein arbeitsreiches Jahr.

Sie haben nachgedacht, recherchiert, zusammengetragen und verworfen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Festschrift zum Jubiläum 1250 Jahre Ober- und Niederdorfelden ist über 100 Seiten stark. Sie wird im Laufe dieses Monats in den beiden Orten erscheinen und kostenlos an alle Haushalte verteilt werden, wie Sascha Brey, Mitglied der Steuerungsgruppe, informiert.

Zu den Autoren gehören Karl Markloff, Frank Gruner, Liane Schaub, Helga Beck, Dagmar Geyer und Wilfried Schneider. Das Sextett opferte einen Großteil seiner Freizeit, um 1250 Jahre Heimatgeschichte für künftige Generationen zu bewahren, den Lesern eine informative und unterhaltsame Lektüre zu bieten. Mit ihrer Recherche begonnen haben sie im Mai vergangenen Jahres. Das Team beschloss, die Chronik in verschiedene Kapitel zu untergliedern. „Die entstandenen Kapitelentwürfe wurden natürlich unzählige Male verworfen, neu aufgelegt und verbessert. Die einzelnen Rubriken beschäftigen sich mit der geschichtlichen Entwicklung, der Besiedlung, den Vereinen, der Wirtschaft, den Kirchen, den Flurnamen sowie mit den prähistorischen Funden in Oberdorfelden“, informiert Bernhard Schüller von der Jubiläums-Steuerungsgruppe.

Das Team steckte seine Köpfe tief in Fach- und historische Büchern sowie viele andere Publikationen, um vergessenes, interessantes und bemerkenswertes Material zusammen zu tragen. Die Sondierung war eine richtige Sisyphusarbeit. Zusätzlich bat man die Bürger um Mithilfe bei der Illustration. Alle wurden gebeten nach altem Fotomaterial zu suchen und es zur Verfügung zu stellen.

Überrascht stellte das Chronik-Teams bei der Auswertung fest, dass es von Nieder- und Oberdorfelden eine Vielzahl alter Postkarten gibt. Eine Auswahl mit den schönsten Motiven schaffte es in die Festschrift. „Dadurch ist eine interessante Darstellung gelungen, die durch den Stil der Verfasser eine jeweils persönliche Note erhält“, betont Schüller. Neben den für das Jubiläum relevanten Zeitabschnitten, „wagten wir auch eine Stippvisite in eine Zeit vor Jahrmillionen“.

Viele Gedanken machten sich die Ehrenamtlichen über das Titelbild. Was sollte zu sehen sein? Fotos mit Motiven aus den Ortschaften oder Clip-Art Darstellungen? Verschiedene Entwürfe wurden entworfen, neu konfiguriert und zusammengestellt. Tipps gab es von einem Mitarbeiter der Druckerei. Nach langen Überlegungen entschloss man sich, eine historische Karte als Motiv für die Titelseite auszuwählen. Auf ihr sind die Ortsbezeichnungen bereits eingetragen.

„Die Karte zeigt, dass schon vor langer Zeit viele Wege über Dorfelle führten“, sagt Schüller. Die Ortswappen sind Hoheitszeichen der beiden Gemeinden. „Der abgebildete Wappenschatten stellt symbolisch die Besiedlung des Gebietes über die Jahrhunderte dar. Mit der abgebildeten Jubiläumszahl 1250 Jahre und dem Veranstaltungsdatum werde der Titeltext auf ein Minimum reduziert, ohne die erste Seite dadurch herabzusetzen. Neben Artikel, Bilder und Karten zusammenzutragen, ging es auch darum, Inserenten zu werben. Angeschrieben wurden über 200 Firmen und Vereine, um die Kosten für die Festschrift mit den Anzeigen zu decken. Mit Erfolg; „ Die Annoncenaufträge überflügelten unsere Erwartungen.“

Die Vorlagen mussten vor Drucklegung teilweise überarbeitet und in ein passendes Dateiformat konfiguriert werden. Danach galt es, eine Druckerei zu finden, bei der die Preise stimmten, ein Ansprechpartner für die Abstimmungen zur Verfügung stand, mit dem die Vorstellung bei Gestaltung und Layout umgesetzt werden konnte.

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