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Bruterfolge beim Steinkauz

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Von: red Redaktion

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Der aktuelle Vorstand des NABU Ober-Mörlen: (von links) Klaus Spieler, Hans-Josef Rauch, Gerhard Höpfner (bisheriger Kassenwart), sein Nachfolger Markus Kraiker, Matthias Möbs, Frank Jung und Robert Scheibel; nicht auf dem Bild ist Gudrun Radermacher. © pv

Ober-Mörlen (pm). Obwohl die letzte Jahresversammlung wegen Corona erst sieben Monate zurücklag, waren doch viele Aktivitäten zusammengekommen, bilanziert die NABU-Gruppe Ober-Mörlen in einer Pressemitteilung über ihre jüngste Mitgliederversammlung, in der zunächst eine bebilderte Rückschau geboten wurde.

So wurden in den zurückliegenden Monaten beispielsweise weitere Waldkauzkästen aufgehängt und Steinkauzröhren renoviert. Frank Jung gab bei dieser Gelegenheit einen Überblick über die »erfreulichen Bruterfolge« beim Steinkauz in den vergangenen fünf Jahren: Die Anzahl der beringten Jungvögel bewegte sich zwischen zehn und 32. Mehrere Einsätze waren nötig, um wertvolle Wiesenbiotope nachzumähen und die Verbuschung zurückzudrängen.

Auf den Streuobstwiesen stand nach der Ernte die Baumpflege auf dem Programm: Über 50 Obstbäume, überwiegend Nachpflanzungen, haben die Aktiven geschnitten; weitere Bäume wurden in Auftrag gegeben. Um die seltene und robuste Regionalsorte (Westerwälder) Grünapfel zu erhalten, wurden Edelreiser geschnitten und in die Vermehrung gegeben. Bei der Baumbestellaktion konnten laut Hans-Josef Rauch 62 Hochstämme an 20 Besteller ausgegeben werden. Über die zahlreichen Ortstermine und Kontakte mit Behörden - zum Beispiel die Naturschutzgebietspflege und das Biberrevier betreffend - berichtete Matthias Möbs. In diesem Zusammenhang wurde die gute Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Gemeinde hervorgehoben.

In den Berichtszeitraum fiel auch eine gesellige Winterwanderung rund um den Johannisberg. Bei der zweiten Auflage der Führung zum Landschaftswandel im Naturschutzgebiet Magertriften konnten sich Melanie Hahn und Robert Scheibel über 30 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen.

Mit alten und neuen Luftbildern, Fotos und Plänen führten sie die deutlichen Veränderungen bezüglich der Anteile von Grünland, Streuobst, Acker, Hecken und Kleinwaldungen vor Augen. Die Naturschutzjugend traf sich siebenmal zu Gruppenstunden. Bei den im Bericht von Gudrun Radermacher genannten Aktionen ging es unter anderem um das Keltern von Apfelmost, Biberspuren und das Sammeln und Verarbeiten von Bärlauch. Außerdem haben die Kinder und Jugendlichen selbst geschnittene Misteln auf dem Adventsbasar angeboten.

Herzlicher Dank an Gerhard Höpfner

Nach den üblichen Regularien galt es, einem verdienten Vorstandsmitglied zu danken: Gerhard Höpfner hat seit 1985 als Kassenwart unermüdlich und zuverlässig die Finanzen der Gruppe verwaltet. Nun übergab er sein Amt in jüngere Hände, wobei er dem Vorstand als Beisitzer erhalten bleibt. Er wird weiterhin die Vereinsarbeit unterstützen »und mit seinem Humor zur situationsgerechten Aufheiterung der Vereinskameraden« beitragen. Zum neuen Kassenwart wurde Markus Kraiker gewählt.

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