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Für Mensch und Tier

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Von: Annette Hausmanns

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Schweißtreibend: Die »Gartenfreunde« pflanzen zwei Vogelbeeren im öffentlichen Raum an der Dr.-Werner-Stoll-Straße. © Annette Hausmanns

Ober-Mörlen (hau). Samstagmorgen im Dorf. Die Sonne lacht und macht es den »Gartenfreunden« aus beiden Ortsteilen leicht, sich zu einer Gemeinschaftsaktion zusammenzufinden. An diesem Tag wollen die freiwilligen Helfer zwei Bäume an der Dr.-Werner-Stoll-Straße pflanzen und »nebenbei« die umliegenden Beete und einen Pflanzkübel in Ordnung bringen.

Was fast nach Alltag klingt, darf als erstes sichtbares Projekt des im August an den Start gegangenen »Dorfforums« betrachtet werden. In der wachsenden Projektgruppe haben sich mittlerweile über ein Dutzend Menschen zusammengetan, die am schönen und naturnahen Ortsbild mitwirken möchten - und dies mitunter bereits als »Einzelkämpfer« versucht hatten.

Tags zuvor hatten sich die »Gartenfreunde« auf den Weg zur Baumschule Rinn in Gießen gemacht, um zwei etwa vier Meter hohe »Mährische Ebereschen« (Vogelbeere) abzuholen. Die Beeren, so berichteten die kundigen Helfer, seien nicht nur gefundenes Fressen für Vögel, sondern - entsprechend zubereitet - auch für Menschen essbar.

Entsprechend tiefe Pflanzlöcher mussten nun gegraben werden. Dabei stießen die »Gartenfreunde« unerwartet auf Überreste früherer Häuser, denen sie mit viel Schweiß, aus der Nachbarschaft herbeigeschafften Spitzhacken und einem herbeigerufenen Ehemann zu Leibe rückten. Auch wenn es etwas länger dauerte als gedacht, ließ keiner nach, auch der Spaß nicht. Die Freude über das Erreichte war groß und wurde bei Gebäck, Sekt, selbst gemachtem Apfelwein und dem einen oder anderen Schnaps bis in die Dämmerung hinein gefeiert.

Gemeinde unterstützt

So ganz nebenbei habe die Aktion bei Passanten und Autofahrern nach anfänglichen Fragezeichen wohlwollende und freundliche Zustimmung erfahren, berichten die »Gartenfreunde«. Die Pflanzaktion der privaten Initiative auf einer öffentlichen Grünfläche war mit Bürgermeisterin Kristina Paulenz und der Gemeindeverwaltung abgestimmt und vorbereitet worden, hieß es. Unter anderem sei auch die Verkehrssicherheit zu beachten gewesen. Darüber hinaus unterstütze die Gemeinde nicht nur finanziell die Anschaffung der Bäume als »ökologische Aufwertung«, sondern auch ideell das bürgerschaftliche Engagement für das Allgemeinwohl. Die Bürgermeisterin überzeugte sich vor Ort von dem Elan, dankte für die geleistete Arbeit und sagte weitere Unterstützung zu.

Da dank des milden Herbstes auch noch viele andere Pflanzaktivitäten der »Gartenfreunde« durchgeführt wurden, kann Ober-Mörlen im Frühjahr auf ein erstes kleines blühendes Wunder hoffen.

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Das Ergebnis der schweißtreibenden Aufräum- und Pflanzaktion kann sich sehen lassen. © Annette Hausmanns

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