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Immer da für die Gemeinschaft

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Von: Annette Hausmanns

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Herbert König (rechts) wird mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet, überreicht und beglückwünscht durch Landrat Jan Weckler. © Annette Hausmanns

Ober-Mörlen (hau). Zur Würdigung seiner langjährigen ehrenamtlichen Leistungen und für seine Verdienste um die Gemeinschaft ist Herbert König mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden. Landrat Jan Weckler überreichte Ehrennadel und Urkunde an den nimmermüden Ehrenamtler in beider Heimatdorf Ober-Mörlen. Dies sei eine der letzten von Ministerpräsident Volker Bouffier unterzeichneten Ehrenurkunden, sagte Weckler, und vermutlich der letzte überreichte Landesehrenbrief mit Bouffiers Unterschrift.

Ganz sicher aber der erste, den der Landrat seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren in Ober-Mörlen verleihen durfte.

Mit beschwingter Musik, man möchte fast sagen natürlich mit Musik, hatte der Festakt im Bonifatiussaal begonnen - und natürlich blies der zu Ehrende die Trompete bei den Usatalmusikanten, die er über 50 Jahre leitete. Beifall spendeten neben Königs Familie Abordnungen aus der Stadtkapelle Friedberg, aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius und von der Bürgerinitiative »Ober-Mörlen sagt Nein zum geplanten Standort der Tank-und Rastanlage Wetterau Ost«. Sie alle haben das auf die Gemeinschaft ausgerichtete Wirken von Herbert König schätzen gelernt.

Der Landrat ging auf die Details ein und nannte die Formung der aus den Kirchenbläsern heraus entwickelten »Usatalmusikanten« durch ihren Leiter König, mit denen er das Projekt »Erneuerung der Flurkreuze« umsetzte. Auch bei der ehemaligen Friedberger Feuerwehrwehrkapelle habe König die Zeichen der Zeit erkannt und 1999 die Stadtkapelle gegründet. Dort habe der heutige Ehrenvorsitzende 19 Jahre lang alles gut organisiert, professionalisiert und sich starkgemacht für das kulturelle Leben in der Stadt und der Region.

Erfolge beim Hessischen Landeswertungsspiel oder die Goldmedaille 2017 beim World Music Contest in Kerkrade sprächen für sich.

Gründungsmitglied und sieben Jahre lang Vorsitzender war König ab 2013 bei der Initiative gegen die Verlegung der Tank- und Rastanlage an den Ortsrand. Diese habe er mit Sachverstand, im konstruktiven Dialog geführt und maßgeblich dazu beigetragen, dass der Arbeit der BI Respekt gezollt wurde. Der Landrat bescheinigte Herbert König besonderes, über sechs Jahrzehnte währendes Engagement in der heimischen Pfarrei, früher in der Pfarrbücherei und bis heute im Verwaltungsrat.

König erhält auch

Ehrenamtspreis

Nicht von ungefähr sei König auch mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Ober-Mörlen ausgezeichnet worden, unterstrich Weckler, und führte die zwei Seiten von Ehrungs-Medaillen vor Augen: Zum einen wolle man aufrichtig Danke sagen, zum anderen den Vorbildcharakter des Geehrten zum Ausdruck bringen. Besonderer Dank gelte auch Königs Ehefrau Brigitte für immerwährende Unterstützung.

Im Namen der Stadtkapelle Friedberg dankten Vorsitzender Carsten Denkler und Beisitzerin Jutta Heckmann dem Geehrten für die viele geleistete Arbeit, »meist im Hintergrund, wie das deine Art ist«. Besonders freue man sich, dass König nun auch wieder aktiver Musiker sei. Den Dankesbrief von Pfarrer Ryszard Strojek trug Pfarrsekretärin Petra Fischer vor. Schnell sei man zu einem starken Team zusammengewachsen. König habe beispielsweise rund um die Kirchenrenovierung weit über das Fachliche hinaus gewirkt, stets als Vorbild und mit einer ansteckenden Begeisterungsfähigkeit.

König zeigte sich gerührt von den Worten und Gesten und dankte für die Ehre und Anerkennung, augenzwinkernd insbesondere »bei den Usatalern, die mir das Ganze eingebrockt haben« - denn sie hatten den Antrag auf Verleihung des Landesehrenbriefes gestellt. Das Ehrenamt sei ihm auch Verpflichtung, deshalb habe er Staffelstäbe an Jüngere übergeben: An Carsten Denkler bei der Stadtkapelle, an Kevin Knapp bei den Usatalmusikanten und an Andreas Seifert bei der Bürgerinitiative. Königs Dank galt seiner Familie und den Weggefährten. Sie alle seien genauso geehrt, denn Ehrenamt für die Gemeinschaft gehe nur im Team.

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