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Laptops für Geflüchtete

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Von: Annette Hausmanns

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Mal nicht im Katastrophenschutz unterwegs, sondern in Sachspendenmission: Der stellvertretende DRK-Ortsvereinigungsvorsitzende Thomas Meyer (links) und Sanitäterin Laura-Marie Bader (rechts) überreichen Laptops für geflüchtete Schüler aus der Ukraine an Wintersteinschulleiter Alexander Dahl und seine Stellvertreterin Charlotte Blecher. FOTO: HAU © Annette Hausmanns

Ober-Mörlen (hau). Als der 50 Jahre alte VW-Bulli - auch für jüngere Semester unschwer an seinem roten Kreuz auf beigem Grund als historischer Krankenwagen zu erkennen - auf den Pausenhof einbiegt, stutzen die Grundschüler. »Ist was passiert?« Gott sei Dank nicht, ganz im Gegenteil.

Thomas Meyer, stellvertretender Vorsitzender der Ober-Mörler Ortsvereinigung des Deutschen Roten Kreuzes, und Sanitäterin Laura-Marie Bader klettern gut gelaunt aus dem Oldtimer, der bis zu seiner Ausmusterung in den 90er Jahren tatsächlich der Ober-Mörler Krankenwagen gewesen war. Im Gepäck haben sie vier Laptops, um sie als Spende an den Schulleiter Alexander Dahl und seine Stellvertreterin Charlotte Blecher zu übergeben.

Die Freude auf beiden Seiten ist groß. Wie Meyer erläutert, handele es sich um eine Sachspende der Firma Bosch, die dem DRK Hessen unlängst 1000 Laptops zur Weitergabe überlassen hat. »Der Wunsch des Spenders ist, dass die Laptops an minderjährige Geflüchtete, insbesondere an Schüler aus der Ukraine, ausgegeben werden, damit sie am Online-Schulunterricht hier vor Ort oder ihrer Heimat teilnehmen können.«

Die Laptops seien professionell aufgearbeitet und mit aktueller Software aufgesetzt, erfuhr die Schulleitung. Jedem Gerät liegt eine dreisprachige Bedienungsanleitung (Ukrainisch/Deutsch/Englisch) bei sowie ein Tastaturaufklebeset mit ukrainischem Alphabet. Dankbar nehmen Dahl und Blecher die Geräte entgegen, um sie umgehend im Sinne der Spender in Gebrauch zu nehmen. Aktuell seien sieben geflüchtete Schüler aus der Ukraine an der Schule, die Situation sei aber in ständiger Bewegung. »Wir schauen genau hin und geben die Laptops entsprechend weiter.«

Überhaupt sei die Wintersteinschule sehr dankbar für die seit geraumer Zeit wachsende Kooperation mit der DRK-Ortsvereinigung, beispielsweise bei der Heranführung der Kinder an die Erste Hilfe sowie - im Auftrag des hessischen Kultusministeriums - bei der Durchführung der Corona-Selbsttests.

Zur Einschulung hatte das DRK eine ganze »Teststrecke« aufgebaut. Tradition hat der »Blaulichttag« mit Vorführungen von DRK und Feuerwehr. Und im Ganztagsangebot der Schule etablierten die Ortsvereine von DRK und Feuerwehr die Blaulicht-AG, um den Abc-Schützen Aufgaben und Funktion der örtlichen Hilfsorganisationen nahezubringen.

Immer wieder donnerstags um 13.45 Uhr treffen sich Oberfeuerwehrfrau Rebecca Frodl und Sanitäterin Laura Marie Bader, die sich beim DRK vor allem um die Ju- gendarbeit kümmert, aber auch in Erster Hilfe und Erster Hilfe am Kind ausbil-det, für zwei Stunden mit ihrer Arbeitsgruppe an der Schule - zur großen Freude der Kinder und der freiwilligen Helfer.

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