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Licht ins Dunkel

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Von: Annette Hausmanns

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Alle schmettern ihre Lieder, während »der heilige Martin auf seinem Pferd« stehen bleibt, damit alle folgen können. © Annette Hausmanns

Ober-Mörlen (hau). Fast so wie »früher« ist am Freitag ein riesiger Laternenzug zur Erinnerung an den Heiligen Martin durch Ober-Mörlen gezogen. »Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir« - Hunderte kleine und große Laternenträger gingen mit ihren selbstgebastelten Kunstwerken durch die neblige Abendluft - »da oben leuchten die Sterne, hier unten leu-heu-chten wir« - und schmetterten vor allem bei den Pausen an markanten Ecken im Dorf ihre Martinslieder.

»Der echte Sankt Martin ist schon lange gestorben«, flüstert ein kleines Mädchen ihrer Nachbarin zu. Ganz vorn laufen sie und freuen sich, dass ein großes Mädchen im langen roten Mantel auf ihrem weißen Pony strahlend voranreitet.

Brezeln am Feuer

Zuvor hatten alle in der Pfarrkirche St. Remigius der von den Vorschulkindern der katholischen Kita gespielten Geschichte vom Mantelteilen gelauscht und gehört, wie der Bischof damals dank seines großen Herzens Licht ins Dunkel brachte. Richtig hell wurde es zum Abschluss des Festes im Pfarrgarten. Dort wurden alle von einem großen Feuer und der Musik der Usatalmusikanten willkommen geheißen. »Laternenlicht, verlösch mir nicht, rabimmel, rabammel, rabumm«, hörte man es singen und große Martinsbrezeln versüßten den Kindern die stimmungsvolle Runde ums Feuer. Elternbeirat und Verwaltungsrat hielten heiße Getränke bereit.

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