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Stecker rein - Strom raus

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Von: Annette Hausmanns

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Bernd Luckas referiert über Stecker-Solaranlagen. © Annette Hausmanns

Ober-Mörlen (hau). Einen spannenden Vortrag »Stecker-Solaranlagen« hat der Ober-Mörler Ingenieur Bernd Luckas mit zum Themenabend beim neuen Dorfforum gebracht. Den Besuchern im proppenvollen Bonifatiussaal brachte er ehrenamtlich nahe, wie einfach es ist, mit einem Solarmodul, beispielsweise für Balkon, Garten oder Garagendach, Strom selbst zu produzieren.

Frei nach dem Motto »Stecker rein…Strom raus« kann der selbst produzierte Strom in das heimische Stromnetz und direkt zum Beispiel zur laufenden Waschmaschine geleitet werden. Im Vortragsteil über das private Energiemanagement machte Luckas deutlich, dass es sich lohnt, lieb gewordene Gewohnheiten zu überdenken und zum Beispiel den Geschirrspüler nicht nachts, sondern tagsüber laufen zu lassen - eben genau dann, wenn das Solarmodul Strom produziert.

Erst danach und nicht parallel dazu seien etwa die Waschmaschine oder das Bügeleisen einzuschalten. Auf diese Weise könnten die finanziellen Vorteile einer etwa 600 Watt produzierenden Solaranlage optimal ausgeschöpft werden. Eine Investition von rund 1000 Euro könne sich - bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde - binnen vier bis fünf Jahren amortisieren.

Komplett rund wurde der Vortrag durch Hinweise, wie man mit einem leicht zu handhabenden Strommessgerät die größten »Stromfresser« im Haushalt entlarven kann - und diese ersetzen sollte, auch dann, wenn man sich keine Stecker-Solaranlage anschaffen möchte.

Luckas teilte sein Wissen gerne mit den Ober-Mörlern und beantwortete die vielen Fragen geduldig und kompetent. Sein Anliegen: »Wenn jeder auch auf die kleinen Verbrauche schaut, können wir gemeinsam einen ganz erheblichen Beitrag für die Energiewende leisten«.

Als Beispiel dienten Luckas nach etlichen Versuchsreihen im eigenen Heim Standby-Geräte im Haushalt: Wenn jeder Ober-Mörler diese auf circa zehn Watt geschätzten Verbräuche abschalten würde - zum Beispiel durch Ausschalten der Steckerleiste - käme pro Jahr eine Kostenersparnis von 105 000 Euro zusammen.

Die Besucher waren begeistert von Thema und Referent und regten an, auch zukünftig ähnlich spannende Vorträge anzubieten.

Übrigens: Ein Strommessgerät kann man sich kostenlos bei der Ober-Mörler Gemeindeverwaltung ausleihen. Alternativ kann man sich in der Nachbarschaft zusammentun, für rund 20 Euro ein Gerät kaufen und weitergeben.

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