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Die untere Hasselhecker Straße an der Einmündung in die Usinger Straße (B 275) wird bald wieder freigegeben. Wo bis vor Kurzem noch ein sieben Meter tiefes Loch und lange Gräben klafften, wird jetzt asphaltiert.

Wall und Wand gegen Lärm?

  • VonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Um Lärmschutzmöglichkeiten entlang der Autobahn 5 und um den Entwicklungsstand im Neubaugebiet Schießhütte II hat sich am Dienstagabend die Sitzung des Ausschusses für Bau, Verkehr und Umwelt (BVuU) gedreht. Neben den Ausschussmitgliedern um ihren neuen Vorsitzenden Gottlieb Burk, Bürgermeisterin Kristina Paulenz, weiteren Politikern und einem Zuhörer war Holger Fischer vom zuständigen Ingenieurbüro in den Rittersaal des Schlosses gekommen.

Die mit der Erschließung betraute Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG) war vertreten durch Projektleiter Fabian Schäfer und Projektbetreuerin Friedericke Dietrich.

Wie Achim Glockengießer (SPD) in einem Rückblick erläuterte, muss die ursprüngliche Lärmschutzidee einer Feldholzinsel mit Baumreihe an der A5 zwischen dem Firmengebäude von Partyrent und der Friedberger Straße nach eingehender Prüfung modifiziert werden. Tief wurzelnde Bäume könnten in dem Bereich das dort eingebaute Drainagesystem beschädigen und die Zufuhr von Trinkwasser beeinträchtigen. Wegen möglicher Alternativen sei Fachplaner Fischer um Rat gebeten worden.

Abraum für Aufschüttung

Um den Lärm zu mindern, konnte sich Fischer eine Kombination aus Wall und Wand gut vorstellen. Bei einer wünschenswerten Lärmminderung von fünf Dezibel rechne man mit einer Höhe von fünf bis sieben Metern über Fahrbahnrand. Eine Bepflanzung sei immer gut.

Die Gemeinde könne beispielsweise sukzessive Grundstücke westlich der Autobahn erwerben beziehungsweise tauschen, den (dann erst zu begutachtenden) Abraum aus der Schießhütte II für eine Wallaufschüttung nutzen und eine Schallwand bauen. Eine Bepflanzung sei immer gut. Das komme dem ganzen Dorf zugute.

Eine Verbindung zum Neubaugebiet sei nicht unbedingt gegeben, sagte Fischer, dort ergebe sich im dritten Bauabschnitt die Möglichkeit des passiven Schallschutzes durch eine entsprechende Bauweise. Aus rechtlicher Sicht brauche es dort kein Schallschutzgutachten, eine Berechnung reiche aus.

Alle Maßnahmen seien zuallererst mit der Autobahn AG abzustimmen. Auch Abstimmungen mit dem Regionalverband stünden an. Zu ermitteln sei durch Messungen, welches Ergebnis durch welche Wall-/Wandhöhe zu erreichen sei. Klimatologische Untersuchungen sollten berücksichtigt werden, und natürlich brauche es für den Bereich einen entsprechenden Bebauungsplan. Auf eine Initiative durch die Autobahn AG könne man die nächsten Jahre nicht hoffen, ergänzte Fischer. Sie komme nur zum Tragen, wenn der Autobahn weitere Fahrstreifen hinzugefügt würden. Diese Maßnahme sei aber im Bundesverkehrswegeplan nicht vorgesehen.

Wie Glockengießer resümierte, seien proaktive Schallschutzmaßnahmen der Gemeinde gut fürs ganze Dorf und für das Neubaugebiet. Man werde das Thema in den Fraktionen weiter beraten, fügte Ausschussvorsitzender Burk seinem Dank für die Erläuterungen hinzu.

Fabian Schäfers Update zu den Fortschritten im Neubaugebiet bot eine Reihe positiver Meldungen. Im ersten Bauabschnitt schreite der Endausbau derart gut voran, dass mit einem Ende der Straßenpflasterarbeiten vor Weihnachten gerechnet werden könne.

Die zwischenzeitlichen Lieferprobleme bei den Pflastersteinen seien vorbei. Mit der Ersterschließung im zweiten Bauabschnitt liege man ein bis zwei Monate vor der Zeit. Wenn keine Überraschungen dazwischen kämen, sei man damit bis September 2022 durch.

Für die genaue Parzellierung mit Vergabe der Straßennamen und Hausnummern rechne man bis Mai. Die Regionalversammlung habe den Antrag auf den dritten Bauabschnitt unlängst positiv beschieden, zeigte sich Schäfer zuversichtlich, im kommenden Jahr das Verfahren für diesen letzten Bauabschnitt auf der Schießhütte II eröffnen zu können.

Keine neuen Infos gab es zum Thema Seniorenresidenz mit Kita im ersten und zum Beginn der Grundstücksvermarktung im zweiten Bauabschnitt.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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