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Wieder tote Igel an der Usa entdeckt

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Am Ufer der Usa ist am Dienstag ein Eimer aufgefunden worden, in dem sich mindestens zwei tote Igel befanden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern mit.

Die Wohnung eines Mannes sei durchsucht worden. Ob es sich um den kürzlich verurteilten Igelquäler handelt, der seine Haftstrafe noch nicht angetreten hat, wollten die Behörden nicht kommentieren.

Klar ist nur: Ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde eingeleitet. Die sich bereits in Verwesung befindlichen Kadaver wurden zur weiteren Untersuchung an eine Fachtierärztin für Pathologie in Gießen übergeben. Zudem untersuchten Kriminaltechniker das Behältnis auf Spuren.

Die Wohnung des Verdächtigen wurde am Mittwoch durchsucht. »Hierbei wurden Beweismittel sichergestellt, die nunmehr ausgewertet werden müssen«, heißt es in der Mitteilung. Der Beschuldigte habe sich bislang nicht zur Sache eingelassen.

Vergangene Woche hatte das Amtsgericht Friedberg einen 36-jährigen Hartz-IV-Empfänger aus Ober-Mörlen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Er soll mindestens 25 bis 30 Igel gefangen und diese grausam zu Tode gequält haben. Die Kadaver warf er zum Teil in Plastikbehälter, die er auch an der Usa ablegte. Ein psychologischer Gutachter diagnostizierte bei dem 36-Jährigen eine schwere Persönlichkeitsstörung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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