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Wild verendet in Weidezäunen

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Von: red Redaktion

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Am Bottenberg hat sich ein Hirsch im Zaun verfangen. © pv

Ober-Mörlen (pm). Kürzlich hat der Pächter einer Weidekoppel am Ober-Mörler Bottenberg bei seinem Kontrollgang einen toten Hirsch gefunden. Er hatte sich an einer Weidezaunlitze stranguliert, wie eine Leserin schreibt. Die alarmierte Polizei habe mitgeteilt, die untere Jagbehörde müsse prüfen, wer zuständig sei. Deshalb habe ein Ortstermin mit dem zuständigen Rotwildsachverständigen Thomas Haupka stattgefunden.

Haupka protokollierte Fundort, Größe und Alter des Hirsches. Der tote Hirsch war etwa acht bis zehn Jahre alt. Das imposante Geweih wird in der Jägersprache als »ungerader 14-Ender« bezeichnet. »Zurückgelassene Zäune sind eine große Gefahr für Wildtiere«, erklärte Haupka. »Wenn diese nicht mehr gebraucht werden, ist es besser sie abzubauen, bevor sich ein Wildtier verfängt und zu Tode quält.«

Die Untere Jagdbehörde, heißt es weiter, muss jetzt klären, wer für die Entsorgung des Wildkörpers zuständig ist. »Gehört der Fundort zum Jagdrevier, ist der Jagdpächter zuständig. Handelt es sich um einen befriedeten Bezirk, auf dem die Jagd ruht, muss sich der Eigentümer kümmern«, erklärt der Sachverständige. Die unschädliche Entsorgung erfolgt in der Regel über eine Tierkörperbeseitigungsanstalt. Der Vorfall zeigt, schreibt die Leserin, das nicht benötigte Weidzäune besser abgebaut werden sollten, damit sich Wildtiere nicht in Litzen verfangen. Auch ein Weidezaun unter Strom verhindere dies nicht. So sei es dazu gekommen, dass am Montag ein Rehbock in Ober-Mörlen Richtung Fauerbach ums Leben kam, als er sich in einem aktiven Weidezaun verfing.

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Dasselbe Schicksal ereilte einen Rehbock. © pv

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