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Offener Brief zu Vertagung von Thermenbeschluss

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Von: Carsten Woitas

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Nidda (cwo). Gegen die Entscheidung, die Bad Salzhäuser Justus-von-Liebig-Therme zum Monatsende schließen zu wollen formiert sich weiter Widerstand. So formulierte Martina Wäß aus Büdingen stellvertretend für Nutzerinnen und Nutzer des Rehasportangebots in der Therme einen offenen Brief, den sie an Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck im Vorfeld der heutigen Parlamentssitzung sandte.

Wäß betonte in ihrem Schreiben noch einmal die Bedeutung der Therme und ihres Angebots für zahlreiche chronisch Kranke. Diese befürchten, dass sich die nun geplante Schließung ohne zeitnahen adäquaten Ersatz negativ auf ihre Gesundheit auswirken werde. Die Bad Nauheimer Therme sei noch lange nicht fertiggestellt, und Physiotherapiepraxen in der Region hätten keine Kapazitäten mehr.

Darüber hinaus sehe man das geplante Ersatzangebot skeptisch. Die vorgesehene verkleinerte Version eines Therapiebeckens oder das Angebot mit sogenannten Floating-Becken reichten aus Sicht der Betroffenen nicht aus, die Nachfrage zu befriedigen beziehungsweise wären für viele wohl finanziell nicht zu stemmen. Auch zweifele man daran, ob im Vorfeld alle Möglichkeiten für einen Erhalt ausgelotet wurden.

Wäß appelliert aus diesem Grund an das Parlament, am heutigen Abend noch keine Entscheidung über die Therme zu fällen, sondern einen Weiterbetrieb zu ermöglichen, bis alle Alternativen über einen möglichen Erhalt der Therme mit neuen Investoren geprüft seien. Wäß ruft dazu auf, nicht am »tatsächlichen Bedarf vorbei zugunsten moderner Wellnessangebote« zu planen. Bei der Infoveranstaltung des Ortsbeirats habe Bürgermeister Eberhard viele Unterstützungsangebote zum Erhalt der Therme bekommen, die gelte es zu nutzen.

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