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»Ort des Zusammenhalts«

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Beim Tag der offenen Tür besichtigen zahlreiche Menschen die sanierte Mehrzweckhalle in Glauberg. © Andrea Schinzel

Die Sanierung der Mehrzweckhalle Glauberg ist endlich abgeschlossen. Über zwei Jahre dauerten die Arbeiten. Das wird mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Glauburg (asl). »Es ist geschafft«, sagte eine sichtlich erfreute Henrike Strauch. »Zugegeben, es hat lange gedauert, aber gut Ding will Weile haben«, stellte Glauburgs Bürgermeisterin während des Tags der offenen Tür in der Mehrzweckhalle Glauberg fest. Den nutzte die Öffentlichkeit, um sich ein Bild von der renovierten Halle zu machen. Neben den Bürgern waren auch einige Vertreter der an der Sanierung beteiligten Firmen gekommen.

Bilder an Wänden zeigten die umfassende Umbaumaßnahme, die Glauberger Landfrauen boten Kuchen an. In dieser lockeren Atmosphäre standen und saßen die Besucher zusammen, tauschten sich über Neuigkeiten aus und fühlten sich in der mit hellem Holz verkleideten großen Halle, in die durch die Fenster viel Tageslicht strömte, sichtlich wohl.

Arbeiten dauern zwei Jahre

Strauch nutzte die Gelegenheit, um die Sanierung Revue passieren zu lassen und sich bei allen Beteiligten zu bedanken. Viele engagierte Menschen hätten mitgewirkt und dazu beigetragen, den Traum von der neuen Mehrzweckhalle wahr werden zu lassen. Damit habe sich das Raumangebot für die Vereine und für kulturelle Angebote verbessert, stellte sie fest.

Über zwei Jahre dauerten die Sanierungsarbeiten, denn das mehr als 50 Jahre alte Gebäude war in keinem guten Zustand. Da zudem der Brandschutz bemängelt worden war, wurde es Zeit für entsprechende Maßnahmen. Die Gemeindegremien verständigten sich vor gut vier Jahren auf eine umfassende Sanierung mit einem Raumprogramm, das eine flexible Nutzung zulassen soll. Den Auftrag erhielt das Architekturbüro Grüninger. Im Dezember 2019 wurde die Halle ausgeräumt, die Baumaßnahmen begannen nach einigen Startschwierigkeiten im März 2020.

Der Auszug aus der Halle, die Übergangszeit mit Ausweichmöglichkeiten und die Corona-Pandemie hätten die Vereine, die die Halle nutzten, vor Herausforderungen gestellt, berichtete Strauch. Die Bauarbeiten seien von der Pandemie und Lieferschwierigkeiten beeinträchtigt worden, sodass sich die Eröffnung um fast ein Jahr verzögert habe. Seit rund vier Wochen laufe der Trainingsbetrieb wieder. »Das Vereinszimmer kann sogar für standesamtliche Trauungen genutzt werden«, hob Strauch hervor.

Die Sanierung kostete laut Rathauschefin bisher rund 4,111 Millionen Euro. Da noch kleinere Arbeiten anstehen und die Außenanlage nicht ganz fertig ist, dürfte der Betrag noch etwas steigen. Als 2018 die ersten Pläne entwickelt wurden, habe man mit Kosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro gerechnet. Mit knapp einer Million Euro wurde die Maßnahme laut Strauch bezuschusst. Davon kamen knapp 600 000 Euro aus dem Programm »Dorfentwicklung ländlicher Raum«, 343 000 Euro gab es vom Land Hessen für die energetische Modernisierung eines kommunalen Nichtwohngebäudes. Aus dem Sonder-Investitionsprogramm »Sportland Hessen« erhielt die Gemeinde 38 000 Euro.

Dank an Beteiligte

Strauch bedankte sich bei Volker Matthesius und Anne Hielscher vom Wetteraukreis für die gute Zusammenarbeit. Außerdem dankte sie ihrem Amtsvorgänger Carsten Krätschmer, der beharrlich an der Planung und Durchführung gearbeitet habe, und Petra Klöppel. Die Musikerin der Eintracht Glauberg und Architektin habe ihr Fachwissen in die Planungen einer Arbeitsgruppe eingebracht. Und nicht zuletzt bedankte sich Strauch bei der Verwaltung für deren Arbeit.

»Miteinander wollen wir jetzt die Halle zu einem Ort des Zusammenhalts, der Begegnung, der Freude, des Austauschs, der Ermutigung und des sportlichen Kräftemessens machen und sie gemeinsam mit Leben füllen«, wünschte sich Strauch. »Nutzen wir alle die Möglichkeit und freuen uns darüber, dass auch in Zeiten knapper Kassen hochgesteckte Ziele erreicht werden konnten.«

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