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Ortsdurchfahrt Düdelsheim wird erneuert: Diskussion um Einschränkungen

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Von: Petra Ihm-Fahle

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Ab März wird in Düdelsheim die Ortsdurchfahrt erneuert. Die Umleitung nach Büdingen soll über Enzheim, Glauburg und Bleichenbach führen. © Petra Ihm-Fahle

Die Ortsdurchfahrt im Büdinger Stadtteil Düdelsheim wird in Kürze erneuert. Wie sich jetzt im Stadtparlament gezeigt hat, bestehen Ängste vor einem Verkehrschaos. Die Verantwortlichen wollen einen geregelten Ablauf sicherstellen.

Straßenbauarbeiten sind oft aufregend für Anlieger und andere Betroffene. Wie lang dauert es? Sind wir stark eingeschränkt? Wo verläuft die Umleitung?

Da ab März die Ortsdurchfahrt des Büdinger Stadtteils Düdelsheim grundhaft erneuert wird, sind solche Fragen auch Thema im Stadtparlament in der Willi-Zinnkann-Halle gewesen, wo ein Antrag von Pro Vernunft auf der Tagesordnung stand.

Probleme durch Umleitungsregelung

Fraktionsvorsitzender Gunnar Bähr erklärte: »In naher Zukunft wird die B 521 im Bereich der Ortsdurchfahrt Düdelsheim wegen Erneuerungsarbeiten für einen längeren Zeitraum voll gesperrt.« Laut Bähr bringt dies für Düdelsheim, aber auch für die umliegenden Orte »starke Nachteile« mit sich. Als Grund nannte er die gegebenenfalls nötigen Umleitungsregelungen.

Bähr beantragte, dass sich der Magistrat mit den erwarteten Einschränkungen und geeigneten Gegenmaßnahmen befasst. Dabei seien die Verkehrsbehörde Hessen Mobil und die Ortsbeiräte einzubinden.

»Es ist natürlich wünschenswert, wenn sich unsere Straßen in gutem Zustand befinden«, sagte Bähr. Bedauerlicherweise arbeite Hessen Mobil regelmäßig mit Vollsperrungen bei Straßenbauprojekten.

Wie sich anhand der Vollsperrung der K 228 zwischen Orleshausen und Büdingen zeige, könne so etwas für betroffene Orte chaotische Zustände mit sich bringen.

Laut Bähr sind von dem Bauvorhaben in Düdelsheim vor allem die Stadtteile Eckartshausen, Calbach und Orleshausen betroffen. »Die meisten Autos, die zurzeit durch Düdelsheim fahren, werden dann die Abfahrt Hammersbach nutzen und durch diese drei Orte fahren«, befürchtet der Pro-Vernunft-Mann.

Betroffene werden informiert

Er führte das Bild eines abbiegenden Lkw von Orleshausen nach Calbach als großes Verkehrshindernis vor Augen. »Es wird schlimm, es muss etwas gemacht werden«, appellierte er. Er schlug begrenztes Tempo 30 und behelfsmäßige Zebrastreifen vor, »man muss die Ängste der Ortsbeiräte ernst nehmen«. Eine Anliegerversammlung reiche nicht.

Bürgermeister Benjamin Harris unterstützte den Antrag uneingeschränkt. »Denn selbstverständlich befasst sich der Magistrat mit den Einschränkungen.«

Er verwies auf ein Gespräch mit Verwaltung, Polizei, Deutschem Roten Kreuz, Hessen Mobil, Unterer Naturschutzbehörde und anderen Beteiligten vom selben Tag. »Da wurde auch mitgeteilt, dass die Anlieger in Düdelsheim und den anderen betroffenen Orten informiert werden«, sagte er.

Sicherlich werde das Rathaus Forderungen zu den verkehrsrechtlichen Belangen stellen, doch ob alles durchgeführt wird, obliegt laut Harris nicht der Stadt alleine. Alles erfolge aber in enger Abstimmung mit Polizei und Hessen Mobil.

Versammlung der Anlieger in Planung

Eine Anliegerversammlung ist laut Harris geplant. Bähr sei das alles seit Kurzem bekannt, woraus Harris schloss, dass Pro Vernunft lediglich Druck auf ihn aufbauen wolle. »Man hätte den Antrag auch ohne Aussprache abstimmen können«, meinte er.

Der Düdelsheimer CDU-Stadtverordnete Robert Preußer bezeichnete Bährs Anliegen als überholt und als »Schaufensterantrag«, da alles bereits geklärt sei.

Wie Preußer erklärte, dauert die Bauzeit von März bis Dezember und somit voraussichtlich neun Monate. Den überörtlichen Durchgangsverkehr nach Büdingen leitet seinen Worten zufolge Hessen Mobil großräumig um Düdelsheim herum, mit ausgeschildertem Verlauf über Enzheim, Glauburg und Bleichenbach.

Um zu vermeiden, dass manche Autofahrer stattdessen über Eckartshausen, Calbach und Orleshausen fahren, wären laut Preußer vielleicht Kontrollen denkbar. »Aber das ist schwierig«, fügte er hinzu. Die Stadtwerke hätten die Anlieger der Ortsdurchfahrt in einem Schreiben Anfang Dezember vorinformiert.

Wolfgang Patzak (FDP) protestierte: »Es kann nicht sein, dass kontrolliert werden soll, ob die Leute über Eckartshausen fahren. Ich kann nicht über Düdelsheim fliegen, wenn ich nach Friedberg in den Kreisausschuss muss.«

Einstimmig beschloss das Parlament den Pro-Vernunft-Antrag bei drei Enthaltungen der Grünen. Es dürften sich die meisten also einig sein, dass die Straßenerneuerung in Düdelsheim wichtig ist. Die Verantwortlichen planen denn auch, möglichst reibungslose Umleitungen sicherzustellen.

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