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Pädagogin mit großem Herzen

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Jutta Gottwals, die Leiterin der Digmudisschule, wird von Johannes Altmannsberger vom Staatlichen Schulamt Gießen in den Ruhestand versetzt. © Stefan Weil

Schotten (sw). An der Digmudisschule beginnt ein neuer Abschnitt. Rektorin Jutta Gottwals wurde von Johannes Altmannsberger vom staatlichen Schulamt Gießen in den Ruhestand versetzt. Im Rahmen der Verabschiedungsfeier in der Mensa der Schottener Schule erhielt die langjährige Leiterin ihre Entlassungsurkunde. Sie scheidet zum Ende dieses Monats aus dem Schuldienst aus.

»Jutta Gottwals hat unsere Schule mehr als 30 Jahre geführt und geprägt«, beschrieb der stellvertretende Schulleiter Gerrit Engelhardt das Wirken der Diplom-Pädagogin. Sie sei eine Pädagogin mit »ganz großem Herzen«. 31 Jahre gehörte Gottwals zum Kollegium. Seit 1996 leitet sie die Schule für Lernhilfe, die seit 1998 den Namen »Digmudis« trägt in Anlehnung an eine der schottischen Prinzessinnen, die - der Sage nach - Schotten gegründet haben.

In den vergangenen drei Jahrzehnten habe sich an der Schule viel getan, so Engelhardt weiter. »Jutta Gottwals hat sich immer mit viel Energie für eine gute Ausstattung der Schule eingesetzt und insbesondere für gute Lernbedingungen für die Kinder und Jugendlichen.« Auch sei viel renoviert und baulich verändert worden. So wurde nach langen Vorplanungen 2011 die neu Mensa eingeweiht.

Das gemeinsame Projekt zusammen mit der Grundschule bietet nicht nur Raum für das Mittagessen, sondern auch für die Erledigung von Hausaufgaben im Rahmen der Mittagsbetreuung und für weitere Unterrichtseinheiten. Am Konzept für die Bauarbeiten habe Jutta Gottwals entscheidend mitgewirkt, wie auch an der Entwicklung des Schulprogramms hin zur Ganztagsschule. Vor allem aber habe sie immer für die Eigenständigkeit und den Erhalt der Schule gekämpft. »Die Digmudisschule ist zum größten Teil deine Schule«, meinte Engelhardt an die aktuell dienstälteste Schulleiterin im Vogelsbergkreis gewandt. In ihrer Dienstzeit an der Digmudisschule habe sie darüber hinaus eine »ewig lange Liste« von Aktionen und Projekten angestoßen und an der Umsetzung mit viel Engagement mitgewirkt. So auch beim 1994 gegründeten Förderverein der Schule.

Jürgen Scharrenbach, Leiter des Real- und Hauptschulzweiges der Vogelsbergschule, bezeichnete Gottwals als eine Pädagogin, die eine besondere menschliche Wärme ausstrahle, was sie auch an ihre Schüler weitergebe. Viele dankende Worte fanden auch Bärbel Träger, die Leiterin der Schlossbergschule Ulrichstein, und Katrin Loth, die stellvertretende Leiterin der Schottener Grundschule. Fördervereinsvorsitzender Frank Eckhard freute sich über die Zusage der scheidenden Rektorin, sich zukünftig weiterhin im Förderverein der Schule engagieren zu wollen.

1991 war die Diplom-Pädagogin als stellvertretende Leiterin an die Schule gekommen. Eigentlich habe sie den Auftrag gehabt, an den Grundschulen in Schotten, Rainrod und Ulrichstein eine Sprachheilklasse zu entwickeln, so Schulamtsvertreter Johannes Altmannsberger. Kurzfristig wurde ihr aber die stellvertretende Leitungsfunktion angeboten. »Ich habe damals nicht gedacht, dass die Vertretung länger dauern würde«, so Gottwals im Rückblick.

1996 übernahm sie sogar die Leitung der Schule. Das Amt war damals seit längerer Zeit vakant. Auf Bitten der Eltern habe sie sich dafür beworben und sei auch ernannt worden. »Ich habe versucht, mit viel Herzblut und Energie an meine Aufgabe heranzugehen. Im Rückblick kann ich sagen, dass wir viele Ziele gemeinsam erreicht haben.«

Zusammenarbeit

im Team wichtig

Gottwals stellte in ihren Worten die »Bedeutung des ganzen Teams« der Schule heraus. »Wir alle zusammen haben uns in die Entwicklung der Schule eingebracht, gerade auch in schwierigen Zeiten. Da war jeder Einzelne gefragt.« Nur durch Gemeinsamkeit entstehe auf so einem langen Weg die Energie, die für die Verwirklichung großer Vorhaben nötig sei.

Einen Einblick in das Wirken von Jutta Gottwals vermittelte eine von ihren Kollegen Ina Kreismann und Gerrit Engelhardt vorgestellte Präsentation mit vielen Fotos. Umrahmt wurde die Verabschiedung mit Trommelstücken zweier Klassen und Beiträgen aus den Reihen der Schüler und des Kollegiums, verbunden mit Geschenken zur Erinnerung an die Schulzeit.

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