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Panoramablick über Altstadt inklusive: Am Wilden Stein werden ab 2024 Wohnungen gebaut

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Von: Georgia Lori

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So sollen sie aussehen, die vier Wohngebäude, die im Jahre 2024 auf dem Wilden Stein gebaut werden. Insgesamt entstehen 28 Wohnungen. FOTO/REPRO: KIZ GMBH © Georgia Lori

Am Wilden Stein entsteht ein Gebäudekomplex, der vier einzelne Häuser umfasst, die Wohnraum auf gehobenem Niveau bieten. Den Blick über die Büdinger Altstadt gibt es gratis dazu.

Wohnen mit Panoramablick in unmittelbarer Nähe zum Büdinger Naturdenkmal Wilder Stein könnte schon Ende 2024 Realität werden. Auf dem Areal, auf dem sich bis zum Frühjahr 2020 das Alten- und Pflegeheim des Roten Kreuzes befand, entstehen in naturnaher Lage auf einer 3510 Quadratmeter großen Fläche 28 Wohnungen, verteilt auf vier freistehende Gebäude. Die Grundstücksgröße liegt bei etwa 6000 Quadratmeter. Die Zuschnitte der Wohnungen reichen von 90 Quadratmeter Wohnfläche bis zum Penthouse. Beworben wird der Komplex mit einem traumhaften Blick auf eine der besterhaltensten historischen Altstädte Deutschlands.

Permanente Anfragen

Das Projekt verwirklichen die KIZ GmbH, die für Planung und die schlüsselfertige Erstellung verantwortlich zeichnet, und die VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen, die sich um Anfragen zum Kreditwesen und den Vertrieb kümmert. Beheimatet ist das seit 50 Jahren bestehenden Unternehmens KIZ in Bad Soden-Salmünster. Momentan baut die Firma in Altenhaßlau auf einem 70 000 Quadratmeter großen Grundstück. Dort entsteht der neue Stadtteil vor der Au. »Die Baukonjunktur ist aktuell sehr stark im Aufwind und eine Stütze der Binnenkonjunktur«, erzählt KIZ-Geschäftsführer André Muth von seiner Branche. Keine Frage, der Wohnungsbau ist gefragt. Nachdem öffentlich geworden sei, dass in Büdingen am Wilden Stein eine Wohnresidenz entstehen soll, habe es permanent Anfragen gegeben, so Muth. Daraus resultierten Interessenbekundungen und Vormerkungen für Wohnungen. Seit Montag äuft der Vertrieb.

Der KIZ-Geschäftsführer erinnert daran, dass es bereits im Frühjahr 2018 Überlegungen gab, den Standort der Pflegeeinrichtung des Roten Kreuzes an einem neuen Ort in Büdingen zu verlagern. Das Haus befand sich am Wilden Stein zwar an exponierter Stelle. Für die Heimbewohner bestand jedoch ein großer Nachteil darin, dass die Innenstadt nicht in der Nähe lag und der steile Anstieg selbst für rüstige Senioren kaum zu bewältigen war. »Die Heimbewohner waren dort ein Stück weit isoliert. Deshalb beschäftigte sich das Rote Kreuz schon länger mit der Suche nach einem neuen Standort«, so Muth.

Hintergründe der Zusammenarbeit

Die VR-Bank Main-Kinzig sei aufgrund ihrer Kontakte zum Roten Kreuz in die Pläne eingebunden gewesen. Die Bestrebung, sich an einem neuen Standort zu verwirklichen, und parallel das alte Grundstück einschließlich der Liegenschaft am Wilden Stein zu verkaufen, seien stets einhergegangen. »Der Standort für eine wohnungswirtschaftliche Entwicklung war von der Lage ideal. Weil der VR-Bank jedoch die Kompetenz für die Bauausfertigung und Planung fehlte, kam die KIZ-Gruppe mit ins Boot«, so Muth. Die beiden Unternehmen ergänzten sich optimal. betont er. Auch positioniere sich die Bank klar für die Region, in der sie ansässig sei. Darüber hinaus habe das Rote Kreuz bei den Verhandlungsgesprächen die Zusage erhalten, abzuwarten und keinen Druck auszuüben, falls es bei der Projektierung und dem Bau der neuen Pflegeeinrichtung zu Verzögerungen komme .Und tatsächlich habe sich laut Muth der Bau der Einrichtung am Seemenbach um mehr als ein Jahr verzögert.

Die Gründe für den Abriss

»Den Vertrag für den Kauf des Grundstückes haben wir im Frühjahr 2018 beurkundet. Durch die Verzögerung bis zum Auszug hat sich die Übernahme des Altprojekts bis Dezember 2019 hingezogen«, rekapituliert André Muth. Der Abriss begann schließlich im Februar 2020. Die Baugeneh-migung erfolgte am 8. September 2021. Das Gebäude aus dem Jahre 1969 sei deshalb abgerissen worden, da es eine Spezialimmobilie mit einzelnen Zimmern für den Anspruch der Altenpflege gewesen sei. Den Zuschnitt von etwa acht Zimmern nebeneinander habe man nicht zu einer Wohneinheit gruppieren können. Aus diesem Grund sei das Gebäude für eine wohnwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet gewesen.

Die geplanten vier Wohngebäude werden laut Muth sukzessive erstellt. Mit dem Bau des ersten Hauses soll im ersten Quartal begonnen werden. Wenn die ersten Bewohner einziehen, sollen die gesamten Bauarbeiten im Interesse der Käufer abgeschlossen sein. Es sei damit zu rechnen, dass alle vier Gebäude Ende 2024 bezugsfertig sind.

Je Haus sieben Wohnungen

Jedes Wohnhaus verfügt über eine Zweizimmerwohnung (90 Quadratmeter Fläche), eine Vierzimmerwohnung (127 Quadratmeter), vier Dreizimmerwohnungen (je 108 Quadratmeter) sowie ein Penthouse (225 Quadratmeter). Für die Planung und Konzeption ist die Planungsgruppe Bensing & Partner zuständig, für das schlüsselfertige Bauen die KIZ GmbH. Den Vertrieb der Wohnungen, der seit 7. März läuft, übernimmt die IMAXX-Gruppe, ein Immobilienmakler-Unternehmen im genossenschaftlichen Finanzverbund.

Knapp 60 Parkplätze

Die Wohnungen werden nach dem neuesten Energiestandard und mit gehobener Ausstattung erstellt. Jede Wohnung verfügt über Parkett und hochwertige Fliesen sowie Fußbodenheizung und bodengleiche Duschen. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei, die anderen barrierearm. Garagen befinden sich im Untergeschoss. Von 56 Stellplätzen befinden sich 22 Garagen direkt im Objekt. Drei Stellplätze werden für Besucher vorgehalten. Zudem gibt es Außenstellplätze für Autos und Fahrräder, auch eine Ladestation für E-Bikes ist vorgesehen. Der Bronzeton der Fassade wird mit Sicht zum Wilden Stein farblich an die umgebende Natur angepasst. Die Dächer der Häuser werden mit Gräsern begrünt.

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Büdingens früherer Bürgermeister Erich Spamer (l.) während eines Treffens mit Sandra Kittler und André Muth von der KIZ-Geschäftsführung vor dem Rathaus. Spamer hält das Exposé des Bauprojekts in Händen. © Georgia Lori

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