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Party im Gederner Schlosshof dauert bis 2 Uhr morgens

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»The Lessings« ist eine temperamentvolle »Aus Lust am Musizieren«-Band. Das stellt sie auch beim Open-Air-Musikfestival unter Beweis. © Detlef Maresch

»The Lessings« und die »Rock Diamonds« verwandeln den Schlosshof in Gedern beim Open-Air-Musikfestival in eine Partymeile. Über 1000 Besucher genießen die Sommernacht.

Gedern (det). »Wir hatten eine extrem lange Durststrecke. Schön, mal wieder mit euch zusammen zu sein.« Das war beim Open-Air-Musikfestival im Gederner Schlosshof mehrfach zu hören - und das galt sowohl für die Musiker als auch für die Zuhörer.

Live-Musik sowie das Hin und Her zwischen den Bands auf der Bühne und dem Publikum sind offensichtlich durch nichts zu ersetzen. Die Ur-Gederner Band »The Lessings« und die »Rock Diamonds« aus Ortenberg stießen auf ein begeistertes Publikum, das die Party sichtlich genoss.

Ein Bilderbuch-Sommerabend, Getränke und der Grillstand der Segelfliegergruppe Gedern, Sitzplätze, aber auch genügend freie Fläche, um abzurocken - der Rahmen stimmte. Langes, mühsames Aufwärmen des Publikums? Nicht bei »The Lessings«. Mit vielen, die in den Schlosshof gekommen waren, sind die Gruppenmitglieder verbunden. Vor elf Jahren fanden sie sich beim Sommerfest der Lessingstraße zusammen, sie begannen zu musizieren, bauten ihr Repertoire aus und können längst mit anspruchsvollem Equipment und einem runden Programm auftreten. »The Lessings« sind zu acht: Frontman Andreas Filz (Vocals, Mundharmonika), die Backgroundsängerinnen Sally und Ina Riemann, der Schlagzeuger Herwig Reck, der Keyboarder Klaus Peter sowie Martin Schilling, Boris Heger (beide Gitarre) und Andreas Balas (Bass).

Ekstase bei »Highway to hell«

»The Lessings« ist eine temperamentvolle »Aus Lust am Musizieren«-Band. Ob mit Abbas »Mamma Mia« aus den 70-ern, Bon Jovis »Living on a prayer« aus den 80-ern oder dem rauen »Zombie« von den Cranberries aus den 90-ern - immer identifizierten sie sich stark mit ihren Titeln. Ekstase kam bei »Highway to hell« von AC/DC auf. Reck und Balas peitschten den Rhythmus voran, die Gitarren legten Riffs darüber und Frontmann Filz traf so rau den aufrührerischen AC/DC-Sound, dass auch das Publikum ausflippte. Showelemente gab es bei der Zugabe »Wuthering heights«: Blaue Tücher flatterten und erinnerten an die schmerzliche Romantik des Ursprungstextes.

Perfekte Stimmung

Dann kamen alte Bekannte auf die Bühne: die »Rock Diamonds«, seit 30 Jahren zusammen und schon oft beim Seefest zu Gast. Auch über ihnen lag der Corona-Schatten: Sängerin Corinna Waldschmidt fiel aus, Bandleader Sven Waldschmidt, wieder genesen, beschränkte sich aufs Gitarrenspiel, aber mit einer Vitalität, die nicht zu bremsen war.

Norman Hess (Schlagzeug), Klaus Weigand (Keyboard, Bass), Hartmut Christe (Gesang) und Frank Skibinski (Gitarre, Gesang) waren mit gleichem Einsatz dabei. Markus Nanz (Ton) und Timo Wöllner (Licht) machten die Stimmung perfekt - der ganze Schlosshof war eine Partymeile. Weit über 1000 Besucher aus der Umgebung waren da, tanzten, stampften, ließen sich voll auf die Musik ein und konnten den mitreißenden Rocktiteln des ersten Teils (»We built this city on Rock’n’Roll«, »Johnny B.«, »Another brick in the wall«) nicht widerstehen.

Für den nächsten Teil ihres Auftritts hatten die »Rock Diamonds« Deutsch-Rock-Titel ausgesucht. Die Band spielte genauso rhythmisch-vital wie zuvor, aber mit BAPs »Verdamp lang her«, »Ohne Dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)« von Münchner Freiheit oder »Sonne in der Nacht« von Peter Maffay setzte sie andere Akzente.

In den nächsten Sets sorgten die »Rock Diamonds« dann wieder mit englischsprachigen Titeln nicht nur für eine Zeitreise, sondern auch für einen Querschnitt durch die Vielfalt des Rock. Und mehr noch: Sie zogen ihr Publikum bis kurz vor 2 Uhr morgens in Bann.

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