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Pfadfinder aus Altenstadt beim Zeltlager in Dänemark mit 32 000 Teilnehmern

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Von: red Redaktion

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Ein großartiges Erlebnis für die Altenstädter Pfadfinder war das Internationale Zeltlager mit 32 000 Teilnehmern in Dänemark. © pv

Ein großartiges Erlebnis für 30 junge Altenstädter war die Teilnahme an dem Internationalen Pfadfinderlager Spejdernes Lejr im Naturpark Hedeland in Dänemark.

Altenstadt (red). Über 32 000 Pfadfinder und Pfadfinderinnen mit 52 Nationalitäten - und die Altenstädter Pfadfinder mittendrin. Ein großartiges Erlebnis war die Teilnahme an dem Internationalen Pfadfinderlager Spejdernes Lejr im Naturpark Hedeland in Dänemark.

Direkt am letzten hessischen Schultag ging es für fast 30 Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Alter zwischen neun und 21 Jahren abends am Hauptbahnhof in Hanau los zum Großlager nach Dänemark.

Dank der Spende der Römerapotheke Altenstadt, die Masken und Corona-Tests zur Verfügung stellte, konnten alle Kinder und Jugendlichen nach einem negativen Test ins Lager starten. Zwölf Stunden waren sie mit dem Nachtzug unterwegs, mit einem Bus und Polizeieskorte ging es dann in Dänemark weiter zum Zeltplatz.

Die Buskolonnen, die nach und nach Pfadfinder zum Platz brachten, ließen schon erahnen, wie groß dieses Lager werden würde. »Allein bis zu unserem Zeltplatz mussten wir circa 30 Minuten laufen«, berichtet Dennis Sandkühler vom Vorstand der Altenstädter Pfadfinder.

Das große Lager war organisiert in drei sogenannte Su-Camps (Unterlager). »Wir waren im Camp Roskilde. Jedes Camp hatten einen eigenen großen Supermarkt für die Lebensmittel zum Kochen, einen Kiosk, meist noch ein kleines Restaurant oder Café, eine Krankenstation und zuletzt ein Informationszelt, in dem wir alle wichtigen News erfragen konnten« so Sandkühler weiter.

Nicht nur klassische Pfadfinder-Themen

Mit vereinten Kräften bauten die Altenstädter ihre Jurten (große schwarze Zelte) auf, um die Schlafplätze und die Aufenthaltsjurte einrichten zu können. »Im Laufe des Nachmittags lernten wir zudem unsere dänische Partnergruppe kennen, mit der wir uns einen Platz teilten. Mit ihnen haben wir täglich über dem Feuer gekocht und haben uns untereinander ausgetauscht und viel erlebt.« Am ersten Abend seien alle erschöpft, aber glücklich und erleichtert in ihren Schlafsack gesunken.

In den nächsten Tagen folgten viele Workshops, zu denen sich die Gruppen vorab bereits online angemeldet hatten. Von kreativen Workshops wie Batiken und Bucket-Hats (Hüte) nähen über handwerkliches Verbinden von Holzteilen ohne Seile, Nägel und Schrauben oder auch Sportliches wie Segeln in Jollen in der Kleingruppe war alles dabei. Auch aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit und der internationale Austausch mit den anderen Gruppen standen auf dem Programm. Auch die Workshops CNC-Fräsen und 3-D-Druck wurden besucht, die erst mal keine klassischen Pfadfinder-Themen sind.

Während der Woche haben die Pfadfinder alle Wetterlagen miterlebt. »Es hat zwar nicht geschneit, sonst war wirklich alles dabei«, berichtet Sandkühler weiter. An einem Tag seien die Zelte fast weggeflogen sind und man hätte vor lauter Regen kaum das Zelt verlassen wollen. »Zum Glück aber waren die meisten Tage voller Sonnenschein«, ergänzt Sandkühlers Kollegin Marie Demmler.

Sogar die Königin war da

Vor allem die Lagerfeuer an jedem Abend hätten die Menschen zusammengebracht und die Gemeinschaft gefördert. »Wir haben gemeinsam gesungen und gelacht und immer mal wieder neue, öfters auch internationale Gäste bei uns begrüßt.«

Ein Highlight der Woche sei der Besuch in Kopenhagen gewesen. »Dank des Corona-Zuschusses der Gemeinde Altenstadt konnten wir einen Tag außerhalb des Zeltplatzes verbringen. So sind wir schon morgens früh zum Zug gelaufen, um von dort nach Kopenhagen zu fahren. Nach einer Stadtführung mit Abschlussfoto an der kleinen Meerjungfrau konnten wir noch ein bisschen Freizeit genießen«, heißt es im Bericht der Pfadfinder.

Abgerundet wurde das Zeltlager durch eine Abschlussfeier mit anschließendem Konzert. Marie Demmler: »Die Woche war an sich voller prägender Erlebnisse, über den Besuch der Dänischen Königin bis zu einer Hochzeit war alles dabei. Wir haben die Zeit genossen und konnten das Lager ohne größere Verletzungen beenden.«

Die Gruppenleiter danken ihren Arbeitgebern, die mit der Freistellung ihrer Mitarbeiter das Ehrenamt unterstützten und so eine tolle Aktion überhaupt erst möglich gemacht hätten.

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