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Polizei ermittelt wegen Brandstiftung an der B 457 bei Ranstadt

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Bis in die Mittagsstunden des Donnerstags sind Ranstadts Feuerwehrleute damit beschäftigt, die brennenden Strohballen nahe der B457 zu löschen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. © Oliver Potengowski

Am Donnerstagmorgen kämpften 50 Feuerwehrleute nahe der B457 gegen einen Strohballenbrand. Die Rauchschwaden zogen bis in den Ort, die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Ranstadt (ten). Zu erheblichen Beeinträchtigungen kam es am Donnerstagmorgen in Ranstadt durch den Brand von mehr als 60 Strohrundballen, die auf einem Feld neben der Bundesstraße 457 gelagert waren. Rund 50 Feuerwehrleute waren bis weit in den Mittag mit Löscharbeiten beschäftigt.

Um 5.40 Uhr war die Feuerwehr zu dem Brand neben der B457 alarmiert worden. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle brannte ein großer Teil der auf dem an die Bundesstraße angrenzenden Feld aufgestapelten Rundballen. Dabei hatte sich das Feuer bereits in das Innere des Stapels und der Ballen ausgebreitet. Mit einem Radlader zogen die Feuerwehrleute immer wieder einzelne Strohballen auseinander, um diese dann gesondert ablöschen zu können.

Eine besondere Herausforderung entstand bei dem Brand außerhalb der Ortslage in der Löschwasserversorgung. »Wir haben das Problem, dass wir erst einmal Wasser haben müssen«, erläuterte Gemeindebrandinspektor Frank Kraft. Durch die Entnahme großer Mengen Löschwasser war im Leitungsnetz von Ranstadt ein Rohrbruch entstanden. Mit insgesamt drei Tanklöschfahrzeugen, eines aus Büdingen und zwei aus Nidda, musste deshalb im Pendelverkehr Löschwasser an die Einsatzstelle gefahren werden.

Wegen dieses Pendelverkehrs der Tanklöschfahrzeuge aber auch wegen der an der Bundesstraße aufgestellten Löschfahrzeuge musste die B457 halbseitig in Richtung Nidda gesperrt werden. Der Verkehr wurde zeitweise über Bobenhausen umgeleitet. Dazu gab es durch die sehr starke Rauchentwicklung durch Feuer und Löscharbeiten erhebliche Sichtbehinderungen entlang der Bundesstraße und auch im Laisbachtal. Durch die Wetterlage sammelte sich der Rauch zeitweise auch in den Niederungen der Ortslage von Ranstadt, weshalb die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert wurden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Zur Brandursache sagte die Polizei zunächst nichts. Im Tagesverlauf teilte die Pressestelle der Polizei dann allerdings mit, dass man inzwischen wegen Brandstiftung ermittele. Mögliche Zeugen, denen nahe der Bundesstraße zwischen Ranstadt und Nidda verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Nummer 06031/6010 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

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