1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Popcornduft und Zukunftsfragen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: red Redaktion

Kommentare

bg_Lumos_Presse_040322_4c
Im Gespräch: Steffen Presse, Natalie Pawlik und Joram Gornowitz (von links). © pv

Nidda (red). Die Folgen der Corona-Pandemie haben der Kino-Kultur in Deutschland einiges abverlangt. Vor allem die Kleinstadtkinos hatten es besonders schwer. Die Wetterauer Bundestagsabgeordnete Natalie Pawlik (SPD) besuchte jetzt vor dem Hintergrund der aktuellen Lage das Lumos-Kino in Nidda und kam mit den beiden Geschäftsführern Steffen Presse und Joram Gornowitz ins Gespräch.

»Kultur ist systemrelevant. Wem das nicht schon vor der Pandemie bewusst war, dem wurde es in den vergangenen zwei Jahren unbestreitbar vor Augen geführt. Die SPD unterstützt die Kinos und die gesamte Kulturbranche«, betonte Pawlik. Nach den massiven Einschränkungen wegen der Pandemie, die viele Einrichtungen des Kulturbetriebs hart getroffen hätten, sei es das Ziel der Sozialdemokraten, die vielfältige und attraktive Kino- und Kulturlandschaft zu erhalten und zu stärken. »Das haben wir in den vergangenen Monaten bereits mit unterschiedlichen Förderprogrammen getan. Auch in Zukunft werden wir die Kultur nicht alleine lassen«, versicherte die SPD-Politikerin. »Der direkte Austausch mit den Kulturtreibenden liegt mir sehr am Herzen. Ich möchte genau erfahren, an welchen Punkten die Hilfen gut ansetzen und an welchen Stellen noch nachgebessert werden muss.«

Alle Mitarbeiter gehalten

Das Lumos-Kino wurde 2015 von Joram Gornowitz, Steffen Presse und Sebastian Weiß gegründet. Neben Hollywood-Blockbustern und deutschen Produktionen werden auch anspruchsvolle französische Filmkunst sowie Live-Übertragungen aus der Royal Opera angeboten. »Wir können unser Programm frei gestalten. Dadurch können wir auch Angebote außerhalb des klassischen Programmkinos präsentieren«, erklärte Presse. »Diese Vielfalt zeichnet uns aus und macht uns für ein Spektrum attraktiv, das über die klassischen Kinobesucherinnen und -besucher weit hinausgeht.« Die Corona-Hilfen des Bundes hätten den Lumos-Betreibern sehr geholfen. Denn durch die Kapazitätsbeschränkungen und die zeitweise Schließung der Kinos seien viele Einnahmen weggebrochen.

»Dennoch konnten wir dank der Finanzhilfen des Bundes sowie dank des Kurzarbeitergeldes alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten«, betonten Steffen Presse und Joram Gornowitz. Beide hoffen auf eine baldige Lockerung der Auflagen. »Zuletzt hat das Fraunhofer Institut auf das niedrige Infektionsrisiko in Kinosälen hingewiesen, weshalb wir darauf drängen, die Maskenpflicht während der Vorführung sofort aufzuheben. Bekanntermaßen wird im Saal nicht gesprochen, deshalb ist die unterschiedliche Handhabung gegenüber der Gastronomie nicht zu rechtfertigen«, sagte Gornowitz.

Dreimal in Folge wurde das Lumos von seinen Besucherinnen und Besuchern unter die 100 beliebtesten Kinos deutschlandweit gewählt (2017, 2018, 2019). Im Jahr 2020 wurde es sogar zum deutschlandweiten Lieblingskino gewählt. »Die tollen Auszeichnungen zeigen, dass sich die Liebe für das Kino und das Detail der Geschäftsführer auszahlt und bei den Besucherinnen und Besuchern ankommt. Ich freue mich über die Kreativität und den Unternehmergeist, die im Lumos-Kino gezeigt werden. Das ist ein großer kultureller Gewinn für die ganze Region. Die Wirkung reicht weit über die Grenzen des Wetteraukreises hinaus«, unterstrich Natalie Pawlik abschließend.

Auch interessant

Kommentare