1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Posaunenchor Eichelsachsen-Wingershausen feiert 70-jähriges Bestehen

Erstellt:

Kommentare

rueg_Posaunenchor_Winger_4c_1
Landesposaunenwart Albert Wanner (rechts) ehrt im Festgottesdienst die langjährigen Mitglieder des Posaunenchores Wingershausen-Eichelsachsen. © Detlef Maresch

Seit 70 Jahren gibt es den Posaunenchor Eichelsachsen-Wingershausen. Ein Grund für eine Geburtstagsfeier mit Ehrungen, für die der Erntedankgottsdienst einen würdigen Rahmen bildete.

Gut besucht ist der Gottesdienst in der evangelischen Kirche Wingershausen gewesen. Pfarrerin Eleonore Merkel begrüßte sowohl zum Erntedankfest als auch zum Jubiläum des Posaunenchores Eichelsachsen-Wingershausen. 1952 war die Gruppe von Wilhelm Merz gegründet worden.

Mit großer Liebe zur Kirchenmusik hat Merz den Posaunenchor jahrzehntelang geführt, hat Jugendliche an Blechblasinstrumenten oder an der Orgel ausgebildet. Am 27. Februar dieses Jahres ist der 94-jährige gestorben. In einer Schweigeminute wurde an ihn und weitere verstorbene Mitglieder erinnert.

»Als der Kirchengemeinde verbundene Gruppe spielen wir in Festgottesdiensten, sind beim tausendjährigen Jubiläum der Wingershäuser Kirche dabei gewesen, treten aber auch bei weltlichen Feierstunden wie am Volkstrauertag auf.

Beliebt sind unsere Ständchen bei runden Geburtstagen und Jubiläen«, berichtete der Leiter Werner Thäle im Nachgespräch. »Wir spielen auch Volkslieder und andere Titel aus der Unterhaltungsmusik.«

In Glanzzeiten 20 Mitglieder

In den Glanzzeiten hatte der Posaunenchor 20 Mitglieder, manche kamen noch als halbe Kinder dazu, inzwischen ist die Gruppe wie viele Musikvereine auf dringlicher Nachwuchssuche. Der Chor mit seinen derzeit neun Mitgliedern, verstärkt durch befreundete Blechbläser aus Eifa, gestaltete den Festgottesdienst mit.

Erfreulich: Pfarrerin Merkel, die früher Zugposaune spielte, hat sich das Trompetenspiel erarbeitet und ist die zweite Bläserin im Chor. Das Eingangsstück zum Gottesdienst spielten Karl Merz (Orgel) und Werner Thäle (Trompete). Auch in der Liturgie setzte der Posaunenchor Akzente, spielte nach dem Gnadenwort Bortnjanskis »Ehre sei Gott in der Höhe« und begleitete den Gemeindegesang.

Der Männergesangverein Liederkranz Eichelsachsen unter Leitung von Winfried Gerhard sang den Mendelssohn-Bartholdy-Chorsatz »Hebe Deine Augen auf«, später Lorenz Maierhofers »Alles, was Odem hat« und schließlich »Herr, deine Güte reicht«.

Nach der Predigt dankte Pfarrerin Merkel dem Posaunenchor für Jahrzehnte verlässlicher, musikalischer Mitgestaltung im Leben der Kirchengemeinde und fügte gute Wünsche hinzu. Mit dem »Air« von Telemann, vom Posaunenchor gespielt, mit Gebet und Segen ging der Gottesdienst zu Ende.

Der Posaunenchor leitete mit einem Prélude von Charpentier zu den Ehrungen über. »Ihr habt Menschen begeistert für Musik, für vertontes Gotteslob«, hob EKHN-Landesposaunenwart Albert Wanner in einer kleinen Ansprache die Leistung des Posaunenchors hervor. »Viele von Euch haben früh angefangen, Helmut Schmidt etwa wurde als Zwölfjähriger Gründungsmitglied und ist die ganze Zeit bis heute aktiv dabeigeblieben.«

Ehrung für treue Mitglieder

Verschmitzt wie gewohnt unterstützte Wanner die Werbung des Vereins: »Egal, in welchem Lebensalter Sie bei uns anfangen - Sie sind zuerst einmal Jungbläser, die Verjüngungskur setzt ein!«

Wanner ehrte die Langjährigen mit Urkunde der Landeskirche und limitierten Grafiken eines Darmstädter Künstlers. 70 Jahre dabei ist Helmut Schmidt, Karl Merz spielt seit 63 Jahren mit. Als Achtjähriger kam Werner Thäle in den Chor, ist seit 62 Jahren dabei und wurde für seine zehnjährige Tätigkeit als Chorleiter geehrt.

Gratulieren konnte der Landesposaunenwart auch Werner Weiland, der seit 54 Jahren mitspielt. Stefan Weber gehört seit 42 Jahren dazu, Jutta Zinnel und Andreas Schmittberger seit 38 Jahren.

Grußworte sprach Eichelsachsens Ortsvorsteher Timo Thäle und der Stadtverordnete Berthold Horst. Die guten Wünsche des Kirchenvorstands überbrachten Mechthild Kaufmann und Gerhard Haas.

Eine Kaffeetafel im Bürgerhaus rundete den runden Geburtstag ab. Werner Thäle: »Wir üben jeden Freitagabend ab 18.30 Uhr im Wingershäuser Gemeindesaal. Interessierte können gern unverbindlich vorbeischauen.«

Auch interessant

Kommentare