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Prüfauftrag für Konzepte zur Jugendarbeit

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Von: Cathrin Lutz

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Ranstadt (luc). Die Gemeinde Ranstadt forciert ihre Jugendarbeit und sucht dafür kommunale Partner. Im Ausschuss für Jugend und Soziales hatte man kürzlich gleich mit drei Anträgen zu diesem Thema zu tun: dem Aufbau eines Kinder- und Jugendforums, der Einrichtung einer Jugendpflegestelle und der Bereitstellung eines Jugendraums.

Im Ausschuss kam auch Daniela Stelz zu Wort, die ihre Erfahrungen als langjährige Jugendpflegerin einbringen konnte. Zunächst für die Städte Florstadt und Reichelsheim, seit einigen Jahren aber auch als »Jugendpflege 4.0« mit den Gemeinden Echzell und Wölfersheim. Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel führte dazu aus: »Wir haben zwei Dinge gelernt: Wir bekommen keinen Jugendpfleger für 400 Euro im Monat, und eine Person sollte sich dieser Aufgabe in Ranstadt und Ortsteilen auch nicht alleine stellen müssen«.

Nachbarkommunen als Vorbilder

Sie verstand alle Empfehlungen des Ausschusses als Prüfauftrag für den Gemeindevorstand, um Gespräche mit Nachbarkommunen zu führen und die Fühler entsprechend auszustrecken. Seitens der »Jugendpflege 4.0« verspürte sie zwar eine gewisse »reservierte« Einstellung mit Ranstadt eine »Jugendpflege 5.0« aufzubauen, so Reichert-Dietzel: »Aber trotzdem spreche ich die Bürgermeisterkollegin und -kollegen diesbezüglich noch einmal an.« Sie beneidete die Jugendarbeit von Florstadt und Reichelsheim, die diese vor mehr als 20 Jahre professionalisierten und zuletzt sogar einen Bus mit Spielideen und -gerätschaften anschafften, der jederzeit lokal einsetzbar ist. In Ranstadt delegierte man in den 80er und 90er Jahren vieles an die Vereine, »doch heute sind viele Jugendliche nicht mehr durch Vereine erreichbar«, so Reichert-Dietzel. Einstimmig beauftragte das Parlament den Gemeindevorstand, Kontakte zu Nachbarkommunen zu suchen.

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