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Noch enger zusammenarbeiten

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Von: Cathrin Lutz

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Ranstadt (cat). Reichlich Infos erhielten Ranstadts Parlamentarier samt Zuhörer kürzlich zur interkommunalen Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune Glauburg. Demnach werde eine Machbarkeitsstudie offengehalten, um zu diskutieren, ob eine Verwaltungsgemeinschaft als Ergebnis empfohlen wird. Die Ekom21 will die Machbarkeitsstudie im Juli in Ranstadt und im September in Glauburg vorstellen.

Bei der Abrechnung der interkommunalen Zusammenarbeit für das Haushaltsjahr 2021 steht für Ranstadt eine Zahlung in Höhe von rund 35 400 Euro an. Bestellt wurde inzwischen das mobile Geschwindigkeitsmessgerät; die Lieferzeit beträgt zwölf Wochen. Da jedoch Glauburg derzeit noch keinen genehmigten Haushalt für 2022 hat, konnte man den Leasingvertrag noch nicht unterzeichnen, sagte Rathauschefin Cäcilia Reichert-Dietzel. In einem Telefonat mit der Kommunalaufsicht sei aber eine Einzelgenehmigung in Aussicht gestellt worden.

Gemeinsame Ferienspiel denkbar

Projektbezogen will man die interkommunale Zusammenarbeit auch in den Bereichen Bildung, Jugend und Soziales starten. Geplant sind gemeinsame Ferienspiele, eine Herbstwanderung als Sternwanderung beider Kommunen, eine Info-Veranstaltung »Gewalt Sehen Hören« sowie in den Bereichen Jugendarbeit und Familienzentrum. In Ranstadt diskutiert man das Thema Jugendarbeit derzeit intensiv. Im Ausschuss für Jugend und Soziales soll schon bald Daniela Stelz von der »Jugendpflege 4.0«, der gemeinsamen Jugendpflege von Echzell, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim, deren Projektarbeit vorstellen. Außerdem bietet Ranstadt Computer-Kurse für Senioren an.

Die aktuell freie Stelle im Ordnungsamt soll übergangsweise nicht vergeben werden. Man will sie im Sommer 2023 mit dem derzeitigen Azubi in der Verwaltung besetzen.

Ein weiteres Thema der Rathauschefin betraf den Bevölkerungsschutz. Demnach haben sich die Bürgermeisterinnen von Ranstadt, Glauburg und Ortenberg darauf verständigt, gemeinsam auf Großschadensereignisse vorbereitet zu sein, da die Probleme ähnlich gelagert sind. Infos für die Bevölkerung soll es durch Bürgerversammlungen geben.

Kurzfristig auf die Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung nahm man einen Antrag der Grünen, der sich mit dem Energiemanagementsystem für Gemeindeeinrichtungen befasst. Für die Antragsteller machte Christian Gugler deutlich, dass man im Ausschuss mögliche Einsparpotenziale für die Gemeinde besprechen wolle. Die Überweisung erfolgte einstimmig.

Im Ausschuss für Jugend und Soziales war kürzlich der Sozialindex 2018 vorgestellt worden. Wie Armin Dechert als Vize-Ausschussvorsitzender erläuterte, stellte Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch 14 Punkte aus der 71 Seiten starken Studie vor, die sich mit Bevölkerungs- und Altersstruktur im Gemeindegebiet befasst. Dechert relativierte die Erkenntnisse, da diese aus dem Jahr 2018 stammten: »Wir hinken hinter der Zeit her.« Er teile aber Becker-Böschs Ansicht, dass »die Politik das Heft des Handelns in die Hand nehmen müsse«.

Viel tat sich bei den Felsenkellern in Dauernheim: Die Zustandserfassung der einzelnen Keller samt 3D-Vermessung und bauhistorischer Untersuchung ist erfolgt. In diesem Jahr schließt sich noch eine Zustandsbewertung der Stützwände an. Derzeit wertet die Obere Denkmalschutzbehörde die Untersuchungsergebnisse aus. Dort entscheidet sich, welcher Keller erhalten werden muss und welcher verfüllt werden kann.

Nachträglicher Förderbescheid

Für das in Planung befindliche Feuerwehrgerätehaus in Ober-Mockstadt hat die Gemeinde überraschenderweise nachträglich doch noch einen Förderbescheid erhalten, wie in der Sitzung bekannt wurde. Derzeit finden die Bodengrunduntersuchungen statt.

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