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Ein Zeichen für Frieden

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Von: Ines Dauernheim

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hed_kai_frieden2_150322_4c © Red

Reichelsheim (kai). »Der Krieg auf europäischem Boden macht uns fassungslos«, sagt Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst. Zur Andacht und zum Gebet für Frieden in der Ukraine konnte sie am Freitagabend fast 70 Gäste vor der Reichelsheimer Laurentiuskirche begrüßen. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde hatte die Stadt zu der Zusammenkunft eingeladen.

»Wir sind in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine und möchten unsere Solidarität zeigen und mit einem gemeinsamen Friedensgebet ein Zeichen setzen«, erklärt Herget-Umsonst. Im Gebet fragte Ines Dauernheim vom Kirchenvorstand im Angesicht der zerbrechlichen Sicherheiten und der gefährdeten Ordnung: »Wer sieht uns mit unserer Hilflosigkeit und Angst?« Das Kriegsgeschehen am Rand Europas mache wütend und fassungslos. »Was geschieht als Nächstes«, fragte sie.

Gott biete Zuflucht, biete Schutz gebe innere Ruhe und sei ein Grund für unsere Hoffnung, erklärte Kirchenvorsteher Manfred Winter. »Wir bitten für die, die um ihr Leben fürchten, und für die, die sich beharrlich für friedliche Lösungen einsetzen.«

Gemeinsam wurde das Lied »Gib Frieden, Herr, gib Frieden« angestimmt. Zuvor hatte Organist Jonathan Werner bereits »Imagine« von John Lennon gespielt.

Herget-Umsonst lenkte den Blick darauf, dass Frieden bei einem selbst beginnt und der Wunsch danach verbinde. »Friede beginnt bei dir, das ist das diesjährige Motto des Friedenslichts von Bethlehem«, erklärte die Bürgemeisterin. Rochsane Mentes von der Fachstelle BunterLeben der Kommunen Echzell, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim hatte das Friedenslicht mit nach Reichelsheim gebracht, wo es nach dem Gebet geteilt wurde und als Zeichen der Hoffnung weitergegeben worden ist. Herget-Umsonst gab Tipps, was vor Ort getan werden kann. Sie informierte über die Aktion des Landes »Hessen hilft Ukraine«, die Wohnungsbörse des Wetteraukreises, die Arbeit der Runden Tische der Flüchtlingshelferinnen und Helfer. Sie bat darum, russischstämmige Menschen nicht wegen der Politik Putins zu diskriminieren und forderte dazu auf, den Menschen in Russland, die sich gegen den Krieg stellen, Achtung zu zollen. Sie bat darum achtsam im Gebrauch der sozialen Medien zu sein und keine Fake News zu verbreiten. »Vertrauen Sie einer gut recherchierten Berichterstattung aus verlässlichen Quellen.« Auch auf der städtischen Homepage gebe es Informationen rund um das Thema Ukraine-Hilfe. Zum Ende der Andacht lauschten die Gäste der Melodie der ukrainischen Nationalhymne.

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hed_kai_frieden1_150322_4c © Ines Dauernheim

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