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Fahrzeuge auf der Zielgeraden

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Von: Holger Hachenburger

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Künftig Oberfeuerwehrmänner: Paul Sturm (2. v. l.) und Nico Jung (2. v. r.) werden von Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek (l.) und Wehrführer Christian Gäck befördert. © Holger Hachenburger

Reichelsheim (hh). Den 18. September sollten sich Freunde und Mitglieder der Dorn-Assenheimer Feuerwehr vormerken. Dann werden gleich zwei neue Fahrzeuge bei einem Tag der offenen Tür ihrer Bestimmung übergeben. »Endlich ist es nach langer Planung und einigen Unwägbarkeiten soweit, dass wir unser Staffellöschfahrzeug erhalten«, freut sich Wehrführer Christian Gäck.

»Das Fahrzeug erweitert unsere Möglichkeiten und ist bestens für die Brandbekämpfung sowie technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen ausgerüstet.«

Schulungen nötig

Das StLF 20/25 soll bereits am 13. Juli auf die Zielgerade Richtung Dorn-Assenheim einrollen und mit einer kleinen Feier begrüßt werden. Es verfügt über einen relativ großen Löschwassertank mit einem Vorrat von 3000 Litern. Hinzu kommen eine leistungsstarke Pumpe, ein Lichtmast und die im Mannschaftsraum eingebauten Atemschutzgeräte. Diese können bereits während der Fahrt von der Einsatzstaffel angelegt werden. Gäck: »So haben wir mehr Material und können schneller agieren.«

»Ich freue mich mit Euch«, sagt Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek, unterstreicht aber auch die gewachsene Verantwortung durch das erweiterte Aufgabenspektrum. »Ein großer Teil der Technik ist neu, die Bedienung und Handhabung verändern sich.« Gäck betont: »Wir sind uns bewusst, dass dies einen erhöhten Schulungsaufwand erfordert.«

Zudem musste der fahruntaugliche Mannschaftstransporter ersetzt werden. Das Besondere dabei: Die Wehr verzichtete auf einen Kleinbus, wie er üblicherweise abseits der Rettungseinsätze genutzt wird. Stattdessen komplettiert ein VW Crafter den Fuhrpark, im Fachjargon Gerätewagen-Nachschub genannt. Gäck lobt: »Der ist flexibel einsetzbar und kann im Ernstfall zusätzliche Einsatzmittel mitführen.« Sein Dank gilt dem Feuerwehrverein, der 25 000 Euro zur Anschaffung beisteuerte.

Der Jahresbericht von Gäck und dessen Stellvertreter Felix Mittig bei der Mitgliederversammlung wies acht Einsätze aus. Pandemiebedingt mussten viele Praxisübungen durch digitale Angebote ersetzt werden; auch die Stadtübung wurde abgesagt. Stattdessen demonstrierte die Simulation eines Verkehrsunfalls mit den Kollegen aus Heuchelheim und Weckesheim eine hohe Motivation und einen durch zehn Lehrgänge verbesserten Leistungsstand. Hier kam auch die neue Hilfeleistungsausrüstung zum Einsatz.

»Wir haben ein sehr gutes Team, das sich mit jeder Herausforderung und mit jeder Krise arrangiert«, lobte Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst die »professionelle Feuerwehrarbeit«. Dies setze eine gute Verzahnung von Kommunalpolitik und Feuerwehr sowie der Verwaltung voraus. Auf den Investitionsstau angesprochen, sagte sie: »Wir haben uns alle Feuerwehrhäuser angeschaut und eine Mängelliste erstellt.« Im aktuellen Etat seien 720 000 Euro für den Brandschutz eingestellt. »Das ist gut angelegtes Geld.«

Abschließend standen Ergänzungswahlen und Beförderungen an. Nico Kulik vertritt die 19-köpfige Einsatzabteilung künftig im Feuerwehrausschuss. Nico Jung und Paul Sturm avancierten zum Oberfeuerwehrmann, Christian Ewald und Dario Bäumner verstärken die Mannschaft als Feuerwehrmann-Anwärter.

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