1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis
  4. Reichelsheim

Reichelsheim: Weg vom »See der Verbote« - Neues Konzept für Bergwerksee

Erstellt:

Kommentare

rueg_Bergwerksee_2_050222
Zumindest ein Teilbereich des Bergwerksees könnte womöglich für eine Öffnung des Badebetriebs infrage kommen - wenn auch nicht sofort, sondern langfristig. Dies sieht ein SPD-Antrag vor, der jetzt im Parlament abgesegnet worden ist. © Timo Philipp Goldschmidt

Die Reichelsheimer Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung einem neuem Konzept für den Bergwerksee zugestimmt. Der »See der Verbote« könnte sich zu einem Freizeitsee entwickeln.

Es geht voran mit dem Bergwerksee: In ihrer öffentlichen Sitzung haben die Stadtverordneten am Mittwochabend der Beschlussvorlage des neuen Konzepts zur Entwicklung des Sees zwischen Dorn-Assenheim und Weckesheim zugestimmt. Dabei folgten die Stadtverordneten einstimmig dem Antrag der SPD-Fraktion.

Der Magistrat soll demnach verschiedene Maßnahmen zur Entwicklung des Bergwerksees prüfen. Hierzu gehören unter anderem das Anlegen einer Hundewiese und die Öffnung des Sees für Angelsportvereine. Viele Bürger werden sich besonders für eine mögliche Öffnung des Badebetriebs in Teilen des Sees interessieren. Auch diese Möglichkeit soll langfristig geprüft werden. Dadurch könnte eine Abkehr vom »See der Verbote« zu einem Freizeitsee eingeleitet werden.

Bergwerksee Reichelsheim: Wasserstand bereitet Probleme

Zum Hintergrund der Verbote, auf die auch durch Schilder vor Ort unübersehbar hingewiesen wird: Der See wird wohl nie den nach dem Ende des Bergbaubetriebs vorgesehenen Wasserstand erreichen. Der fehlende Gegendruck lässt die aufgefüllten Erdschichten auf dem Süd- und Westufer des Sees abrutschen. Hier ist das Baden verboten, aber auch schon das Betreten des Ufers. Dies sorgt vor allem im Sommer immer wieder zu Problemen.

Eine weitere Beschlussvorlage des Magistrats, dem einmütig zugestimmt wurde, betrifft die Teilnahme und Beteiligung der Stadt Reichelsheim an der Leader-Förderperiode 2023 bis 2027. Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst (SPD) wies darauf hin, dass das Förderprogramm der Europäischen Union den ländlichen Raum stärke und zahlreiche Projekte fördere, beispielsweise die »Dorf-Akademie« oder die »Regionalstrategie Ortsinnenentwicklung«. Dies komme Reichelsheim zugute.

Bergwerksee Reichelsheim: Teilnahme an Leader-Förderung

Wer als Kommune an der Leader-Förderung teilnehmen will, so wie Reichelsheim, muss sein Interesse daran eigens bekunden. Die gemeinsame Bewerbung als Förderregion Wetterau/Oberhessen muss dann bis Ende Mai beim Land eingereicht werden.

Auch dem Beschlussvorschlag für einen Beitritt der Stadt zum Bündnis »Hessen aktiv: Die Klima-Kommune« stimmten die Stadtverordneten zu. Hierbei soll der Magistrat einen Aktionsplan mit CO2-Startbilanz und Maßnahmenplan zur Förderung von Klimaschutz und Klimaanpassung erstellen. Diesbezüglich berichtete die Bürgermeisterin von personellen Umstrukturierungen in der Hauptverwaltung. Eine Kollegin sei mit der Erstellung der CO2-Startbilanz beauftragt worden und die Einstellung einer 450-Euro-Kraft somit nicht notwendig.

Auch interessant

Kommentare