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Schwitzen für den Wald von morgen

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Von: red Redaktion

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Müde, aber glücklich: Einen Tag lang tauscht ein Team von CNC-Welcker den Arbeitsplatz an der Zerspanungsmaschine gegen den Spaten für 1000 neue Bäume. © pv

Reichelsheim (pm). Der Unternehmer Torsten Welcker sagt, für ihn gebe es immer einen Grund, dankbar zu sein. Deshalb habe er überlegt, was er, seine Familie und seine Mitarbeiter den Menschen und der Natur in der Region zurückgeben könnten. »Die Antwort ist die kommenden 100 Jahre im Reichelsheimer Wald zu bestaunen«, sagt er.

Insgesamt zwölf Mitarbeiter von CNC-Welcker sind deshalb für einen außergewöhnlichen Tag lang zu Waldarbeitern geworden: An einem sonnigen Tag trafen sie am Rand des Reichelsheimer Waldes auf Andreas Heinz, der die Revierförsterin Sarah Liebelt vertrat. Kurz darauf wurde die Gruppe mitten im Wald von den Herren Diehl und Roos empfangen. Das Team von CNC-Welcker staunte nicht schlecht, wie winzig die zukünftigen Riesen des Reichelsheimer Waldes jetzt noch sind.

1000 Traubeneichen- und Esskastanien-Stecklinge - jeder etwa 30 mal 40 Zentimeter groß - warteten sauber aufgereiht in einem kleinen Graben mit Wasser darauf, den Standort fürs Leben zu bekommen. »Und das dauert bis zu 130 Jahre«, erklärt Welcker.

Aus dem Waldnähkästchen

Die Ärmel hoch, noch eine Einweisung, Spaten und Eimer in die Hand, und Welckers Team war mitten bei der Waldarbeit. Eine anspruchsvolle Aufgabe, was spätestens in der Mittagssonne allen bewusst wurde, Doch alle hatten ein gutes Gefühl, bereits 600 Bäume gepflanzt zu haben.

Über die Strapazen half das gemeinsame Frühstück. Für spannende Unterhaltung sorgten Wissen und Erlebnisse von Diehl und Roos, die aus dem Waldnähkästchen plauderten und Fragen beantworteten. Als am Nachmittag dann alle 1000 Bäume an ihrem Platz in der Erde waren, strahlten die müden Arbeiter. Ob sich die Aktion gelohnt hat?

Welcker hat die Bäume finanziert und seine Mitarbeiter einen Tag fürs Pflanzen freigestellt. Doch es seien nicht die Zahlen, die zählten. »Die Freude, die der Reichelsheimer Wald den Menschen und Tieren auch weiterhin schenkt, ist unbezahlbar«, findet er.

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