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»›Wäldchen‹ ist ein ›Wald‹«

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Von: red Redaktion

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Das »Wäldchen« könne bei Starkregenereignissen über 1,2 Millionen Liter Regenwasser aufnehmen, sagt die BI. © pv

Reichelsheim (pm). Bei einer Ortsbegehung im »Wäldchen« habe Diplom-Forstwirt Klaus Seipel in dem über 50-jährigen Bestand 26 verschiedene Baum- und Gehölzarten feststellen können, teilt die Bürgerinitiative (BI) »Rettet das Reichelsheimer Wäldchen« mit. Inzwischen habe sich der in Teilen auch lockere Bestand flächig verjüngt und geschlossen. »Selbst die vergangenen Dürrejahre konnten ihm nichts anhaben, und die Baumarten verschieben sich in ihrer Zusammensetzung immer mehr in Richtung einer natürlichen Bestockung«, so die BI-Sprecher Rudolf Zentgraf und Merlin Fleischhauer,

Das »Wäldchen« gelte im aktuellen Bebauungsplan »In den Hasengärten« als »besonders geschützt« und sei überdies sogar ein Wald. »Mehrere bestätigte Gerichtsurteile nennen bereits Flächen mit Großbäumen deutlich unter den 4200 Quadratmetern des Reichelsheimer ›Wäldchens‹ einen ›Wald‹.« Die vorgesehene Rodung des »Wäldchens« bedürfe nicht nur einer Änderung des B-Plans, sondern auch einer naturschutzrechtlichen sowie einer forstrechtlichen Genehmigung.

Wegen der Hitze- und Dürrerekorde müsse »alles erdenklich Realisierbare« für den Klimaschutz getan werden. Für das Mikroklima werde das »Wäldchen« immer wichtiger. Laut Fraunhofer-Institut könne guter Waldboden bis zu 300 Liter Regenwasser pro Quadratmeter aufnehmen und speichern - so auch das »Wäldchen«, wie Forstwirt Seipel bestätigt habe. Es gebe angesichts der vielen Alternativen keinen vernünftigen Grund, einen Wald zu vernichten und solchen Boden zu versiegeln.

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