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Verhandlungen stehen an

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Von: Sabrina Dämon

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Was auf der Fläche zwischen Rockenberg und Oppershofen entstehen soll, ist bereits beschlossen. Nun soll der Gemeindevorstand Verhandlungen mit möglichen Investoren aufnehmen. © Sabrina Dämon

Rockenberg (sda). Die Planungen zum »Burgweg« gehen voran. In der Sitzung der Gemeindevertreter am Montagabend in der Wettertalhalle standen drei Beschlüsse zur Entwicklung der Fläche zwischen Rockenberg und Oppershofen auf der Tagesordnung.

Ein Beschlussvorschlag drehte sich um die geplante Seniorenwohnanlage auf dem Areal. Die Gemeindevertreter stimmten mehrheitlich für einen Beschluss, mit dem die Planung der Anlage konkretisiert werden soll. Demnach soll der Gemeindevorstand Vertragsverhandlungen mit der heimischen Pflegestation Graubert als möglichem Investor für die Seniorenwohnanlage aufnehmen. In der Beschlussvorlage heißt es zum Sachstand, dass die Pflegestation ein konkretes Angebot zum Vorhaben vorgelegt habe. Außerdem habe die Firma Carestone Group aus Hannover ein Angebot gemacht. Ein weiterer anfänglicher Interessent hatte sein Angebot zwischenzeitlich zurückgezogen. Nach Beratungen im Gemeindevorstand und in den Ausschüssen wurde entschieden, die Verhandlungen vorerst mit der Pflegestation Graubert zu führen.

Bürgermeisterin Olga Schneider beantwortete zudem Fragen zur geplanten Senioreneinrichtung, die die Grünen-Fraktion im Vorfeld eingereicht hatte. So hatten die Grünen u. a. danach gefragt, ob in der Einrichtung einer Demenzstation vorgesehen sei. Zumal es in der Wetterau nur eine Einrichtung mit einer solchen Station gebe und die Wartelisten lang seien. Laut der Antwort vonseiten der Pflegestation Graubert, die Schneider eingeholt hatte (der andere potenzielle Investor sei so kurzfristig nicht erreichbar gewesen), sei ein solcher Bereich geplant.

Zudem hatten die Grünen nach den Kosten für die Unterbringungen in der geplanten Einrichtung gefragt - sowohl nach Wohnungen und Zimmern (Kauf- und Mietpreise) als auch nach der individuellen Pflege. Laut Antwort sei aber zurzeit keine seriöse Aussage darüber möglich, wie die Situation in drei, vier Jahren aussehe - u. a. wegen der Entwicklung der Baupreise, der Inflation sowie der steigenden Gehälter in der Pflegebranche.

Verhandlungen

zum Ärztehaus

In einer weiteren Beschlussvorlage zum »Burgweg« ging es um das geplante Ärztehaus. Ein möglicher Investor ist die Firma CSM Bauen und Wohnen aus Bad Nauheim, die Interesse am Bau des Hauses bekundet habe. Vertreter der Firma hatten Pläne zum Ärztehaus in einer Ausschusssitzung vorgestellt. Mit dem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertreter soll der Gemeindevorstand nun die Vertragsverhandlungen aufnehmen.

Zudem haben die Gemeindevertreter eine Entscheidung zur wärmetechnischen Versorgung im »Burgweg« sowie im geplanten Gewerbegebiet »Rockenberg Süd« getroffen. Demnach soll ein Angebot der Energie und Versorgung Butzbach (EVB) zur Verlegung von Gasleitungen angenommen werden.

In der Beschlussvorlage heißt es dazu: »Derzeit liegen keine verbindlichen Zusagen für die Abnahme der Versorgung von möglichen Investoren mit Gas- und Fernwärme vor, die EVB sieht zurzeit keine Wirtschaftlichkeit in der Verlegung der Leitungen.« Bis mögliche Investoren feststünden, könne die EVB zunächst Leitungen für Gas verlegen. Dazu solle die Gemeinde einen Baukostenzuschuss von 50 Prozent zahlen (Kostenbeteiligung rund 50 000 Euro). Dieser Zuschuss werde an die Gemeinde zurückgezahlt, wenn Abnahmen vorhanden seien.

Bereits Anfang Juli war das Thema im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert worden. Die Mitglieder kamen mehrheitlich zu dem Schluss, dass es die beste Variante sei, die Leitungen im Zuge der Erschließung der Areale zu verlegen. Im Ausschuss merkte Wolfgang Witzenberger u.a. an, dass die Leitungen langfristig auch für Wasserstoff genutzt werden könnten.

Eine Nachverlegung der Leitungen, hieß es im Ausschuss, würde erhebliche Kosten mit sich bringen.

Der Gemeindevorstand hatte der Gemeindevertretung mit der Beschlussvorlage empfohlen, das Angebot der EVB anzunehmen. Die Gemeindevertreter stimmten mehrheitlich dafür.

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