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Rohrbacher missbraucht Notruf - und rastet anschließend aus

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Von: Christian Berg

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ROHRBACH - (bg). Ein 26-Jähriger hat am Donnerstag die Feuerwehr und die Polizei auf Trab gehalten. Der Mann löste am Vormittag nicht nur absichtlich und ohne Not mehrfach den Feueralarm in einem Mehrfamilienhaus aus, sondern rastete anschließend auch noch aus und ging auf einen Feuerwehrmann und zwei Polizeibeamte los. Die Polizei ermittelt nun wegen des mehrfachen Missbrauchs von Notrufen, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

Alles begann damit, dass die Feuerwehr zwischen 8.30 und 9.30 Uhr drei Mal ausrücken musste, weil der Feueralarm in dem Mehrfamilienhaus ausgelöst worden war. Vor Ort stellte sich jedes Mal heraus, dass es ein Fehlalarm gewesen war.

Nach dem dritten Einsatz waren noch Mitglieder der Feuerwehr vor Ort, als ein Mann zielstrebig zur Notrufeinrichtung ging, um den Notruf auszulösen. Ein Feuerwehrmann sprach ihn an - und handelte sich unvermittelt einen Schlag mit der Faust ins Gesicht ein. Der 54-Jährige wurde leicht verletzt, außerdem wurde seine Brille beschädigt.

Danach ging der Angreifer zurück in seine Wohnung. Die anschließend verständigte Polizei stellte seine Personalien fest und belehrte ihn über die Strafbarkeit seines Handelns. Als die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren, kam der 26-jährige Mann wieder aus seiner Wohnung und wollte vor den Augen der beiden Beamten erneut den Notruf betätigen. Weil der aber ausgeschaltet war und somit kein Alarm losging, schlug der Rohrbacher die komplette Notrufeinrichtung einfach kaputt.

Als die Polizisten den Mann daher festnehmen wollten, schlug und trat er nach den Beamten. Erst nach einer Rangelei, bei der sich die Polizisten leichte Schürfwunden zuzogen und eine Brille zu Bruch ging, klickten die Handschellen.

Auf der Polizeistation musste der 26-Jährige eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, da wegen seiner Stimmungsschwankungen der Einfluss berauschender Mittel nicht ausgeschlossen werden konnte. Als er sich beruhigt hatte, durfte er die Dienststelle verlassen.

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