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Mineralwasser schlägt Red Bull: Maskottchen Emma, Stadionsprecher Nobby Dickel, Carsten Cramer (BVB-Marketing) und Stefan Müller (Hassia, r.) posieren vor dem 4:1-Sieg der Dortmunder gegen Leipzig.

Bundesliga

Rosbacher aus der Wetterau wird BVB-Sponsor

Marco Reus, Mario Götze & Co. schlürfen seit Kurzem Wetterauer Wasser. Rosbacher sponsert jetzt den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Die Frankfurter Eintracht will man in der Konzern-Zentrale in Bad Vilbel deshalb aber nicht vergessen.

Im mit über 80 000 Plätzen größten Fußballstadion Europas gibt es seit dieser Saison Mineralwasser aus der Wetterau zu trinken. „Rosbacher“ wird Sponsor beim Bundesligisten Borussia Dortmund. Das teilte die Bad Vilbeler Hassia-Gruppe am Montag mit. Über das Auftragsvolumen gab es keine Angaben.

Hassia hat sich für die aktuelle Saison die Ausschankrechte für Mineralwasser und Apfelschorle im Signal Iduna Park gesichert. Der internationale Sportrechtevermarkter Lagardère Sports Germany habe eine dreijährige Partnerschaft vermittelt. Zudem wird „Rosbacher“ die Getränkeversorgung der Fußballprofis, des Nachwuchsleistungszentrums sowie der BVB-Fußballschule übernehmen, teilt das Unternehmen mit.

„Der BVB ist ein Verein mit Strahlkraft“, freut sich Hassia-Sprecherin Sibylle Trautmann über den Deal. Die Marke „Rosbacher“ werde überall im Stadion präsent sein. Das Sponsoring-Paket beinhalte auch Reklame im Business-Bereich, Online-Werbung, Anzeigen im BVB-Club-Magazin oder Werbung bei Fan-Aktionen. Auch im Lebensmitteleinzelhandel seien Werbeaktionen geplant.

Von der Ausweitung der Wetterauer Marke nach Nordrhein-Westfalen erhofft sich Hassia neue Absatzmärkte. Erst vor einer Woche hatte die Gruppe bekannt gegeben, dass sie sich die Ausschankrechte im Rhein-Energie-Stadion des 1. FC Köln gesichert hatte. Auch im Sportinternat Köln wird „Rosbacher“ Mineralwasser getrunken.

Die hessischen Vereine würden aber nicht vergessen. Mit Eintracht Frankfurt arbeite „Rosbacher“ seit Jahrzehnten zusammen, erinnert Trautmann. Mittlerweile sei man auch bei den „Lilien“ von Darmstadt 98 und bei zahlreichen Vereinen und Verbänden in diversen Sportarten in Hessen präsent.

Was sich Hassia den Deal kosten lässt, wollte Trautmann nicht verraten. In der Pressemitteilung wird gleichwohl verkündet, dass auch der BVB profitiert. Und zwar vom „ernährungsphysiologischen Mehrwert“ des Wassers aus Rosbach, das seit vielen Jahren über lange Leitungen zum Abfüllen nach Bad Vilbel gepumpt wird. Carsten Cramer, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, preist das „ideale 2:1-Verhältnis“ von Mineralstoffen, vor allem Calcium und Magnesium, an, das die Regeneration der körperlichen Leistungsfähigkeit unterstütze. Ob das Rosbacher Wasser mithilft, dass der BVB den großen FC Bayern (Sponsor: Adelholzener) vom Thron stürzt, wird sich zeigen.

(whed)

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