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Die Sanierung des Rodheimer Freibads ist mit knapp 2 Millionen Euro der größte Posten bei der Investitionssumme im kommenden Jahr. Stand jetzt soll nach der Saison 2022 mit den Arbeiten begonnen werden ARCHIVFOTO

Deutlich mehr Gewerbesteuer

  • VonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach (sky). Den Entwurf der Rosbacher Haushaltssatzung 2022, einschließlich der mittelfristigen Finanzplanung bis 2025, hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Minus in Höhe von rund 446 600 Euro ab. Ab dem Jahr 2023 weist die mittelfristige Planung aber wieder Überschüsse aus.

»Dieser zweite Corona-Haushalt ist mit vielen Unwägbarkeiten verbunden«, resümierte Bürgermeister Steffen Maar. Man habe mehrere Großprojekte »aufs Gleis gesetzt«, dazu gehörten die Kita und das Schwimmbad in Rodheim, das Sportzentrum in der Ober-Rosbacher Eisenkrain sowie das Alte Rathaus von Ober-Rosbach. Man habe also genügend Aufgaben und Ausgaben vor sich.

Erfreulich sei die Entwicklung der Gewerbesteuer mit einem derzeitigen Plus von 8,5 Millionen Euro. Das seien bereits jetzt 3,5 Millionen Euro mehr als im gesamten vergangenen Jahr, sodass keine Erhöhung der Hebesätze geplant sei. Maar gab zu bedenken, dass 75 Prozent der Haushaltssumme bereits für wiederkehrende Ausgaben fest verplant seien. »Nur mit dem Rest können wir Leistungen für die Bürger erbringen.«

Geplant seien zwei zusätzliche Stellen, eine davon im Bauhof/Stadtwald und eine im Pfortendienst an der Stadtverwaltung. Nach Beendigung der interkommunalen Zusammenarbeit mit Wöllstadt zum Januar 2022 werden weitere personelle Kapazitäten im Ordnungsamt benötigt.

Der Jahresabschluss der Stadt zum 31. Dezember 2020 weist eine Rücklage aus außerordentlichen Ergebnissen in Höhe von rund 10,2 Millionen Euro aus. Im laufenden Haushalt 2021 beträgt das außerordentliche Ergebnis rund 242 300 Euro. Der vorgelegte Haushaltsplan sieht 2022 Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von rund 21,8 Millionen Euro vor. Hiervon entfallen Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 4,5 Millionen Euro auf das Haushaltsjahr 2023. Für investive Maßnahmen sieht der Planentwurf Kreditaufnahmen in Höhe von 4,5 Millionen Euro vor. Der festgelegte Kassenkreditrahmen für das Jahr 2021 soll mit 5 Millionen Euro auch für 2022 beibehalten werden.

Der Jahresabschluss 2020 der Stadtwerke wurde mit einer Bilanzsumme von 32 866 560 Euro sowie einem Jahresgewinn von 478 190 Euro festgestellt. Die Gewinne in der Abwasserbeseitigung betrugen 392 734 Euro, bei der Wasserversorgung 85 456 Euro. Mit dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren über 1 469 331 ergibt sich somit für beide Betriebszweige ein Gesamtgewinn zum 31. Dezember vergangenen Jahres in Höhe von 1,95 Millionen Euro.

Die jeweiligen Gewinne werden auf neue Rechnung vorgetragen und damit zur Verlustabdeckung 2021 fortfolgend herangezogen.

Dieser Artikel stammt aus der Wetterauer Zeitung.

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