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Fröhliches Pfarrfest mit großer Resonanz

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Von: Edelgard Halaczinsky

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hed_lh_tanz_070922_4c © Lothar Halaczinsky

Rosbach (bf). 15 Jahre Bestehen liegen hinter dem Förderverein der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael. Das sind 15 Jahre Engagement für das Gemeindezentrum in der Preulgasse sowohl in baulicher als auch in individueller Hinsicht - und dahinter steht auch die Innenrenovierung von Kirche und Pfarrzentrum sowie die Neugestaltung eines Bereichs für die Marienverehrung im hinteren Teil der Kirche.

»Der Verein ist vor allem mit einer Person verbunden, und das ist die von Lothar Halaczinsky«, sagten Pfarrer Bernd Weckwerth und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rupert Merckle übereinstimmend. Er sei auch diesmal wieder derjenige gewesen, der die Fäden für das Gemeindefest gezogen hatte. Dieses stand ganz unter dem Motto dieses Jubiläums: »Einen neuen Aufbruch wagen«.

Auch viele Flüchtlinge aus der Ukraine waren gekommen. Sie kommen regelmäßig zum Deutschunterricht in das Pfarrzentrum und fühlen sich auch der Gemeinde verbunden. Der Duft von Bratwurst und Popcorn lag in der Luft, der Posaunenchor spielte zünftig auf, und von der Hüpfburg aus tönte fröhliches Kinderlachen über den Kirchplatz. Hin und wieder gab der Lautsprecher den nächsten Programmpunkt preis, und auch Bürgermeister Steffen Maar sowie sein Stellvertreter Stephan Schmidthals griffen zum Mikrofon, um die zahlreichen Gäste zu begrüßen, während der Nachwuchs bei Hochsommerwetter gern zu den (für Kinder gratis gereichten) Erfrischungsgetränken griff. Vertreter der örtlichen Vereine richteten Grußworte an ihr Publikum und überbrachten die besten Wünsche ihrer Mitglieder.

Typischer hätte das Pfarrfest am Fuße des Kirchturms bei St. Michael kaum ablaufen können, und auch dank der reichlich bestückten Salat- und Kuchentheken herrschte beste Stimmung. Die Pfadfinder, die seit Jahren unter dem Dach des Pfarrzentrums ihr Domizil aufgeschlagen haben, setzten sich am Zapfhahn und an den Grills ein, sorgten für ein buntes Kinderprogramm und bedienten die Hüpfburg. Daneben ging die Popcornmaschine in Dauerbetrieb und bediente fröhliche Kinder mit bunter Gesichtsbemalung.

»Mit Corona wirkte manches mut- und kraftlos, aber jetzt wollen wir einen neuen Anfang wagen«, sagte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rupert Merckle. Im Hinblick auf die ukrainischen Flüchtlinge, die - ähnlich wie 2015/2016 die Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan - zum Deutschunterricht ins Pfarrzentrum kommen, stellte er fest, dass in diesem Haus echte Gemeinschaft und Seelsorge gelebt werde. »Sich begeistern lassen, planen und dann entschieden handeln, das hat uns schon das Buch der Weisheit empfohlen«, unterstrich auch Pfarrer Weckwerth.

Das Buch Salomon gebe vor, was durchaus in einem Manager-Buch heutiger Zeit stehen könne, denn Jesus sage: »Ihr werdet nicht um euren Lohn kommen.«

Dass man von Gott aber nicht immer alles bekomme, was man von ihm erwarte, machte Gemeindemitglied Anna Lorr deutlich. Sie hatte vor dem Gottesdienst versiegelte, bunte Tütchen von jeweils gleicher Größe aber unterschiedlichen Inhalts verteilt. Einige beinhalteten Puzzleteile, eins davon in der Form von Rosbach, und alle zusammen entsprachen dem neuen Pfarreienverbund Wetterau-Mitte, dem Rosbach nach der Umstrukturierung der Dekanatsgebiete angehören wird. »Manchmal beginnt ein neuer Weg damit, Altbekanntes mit ganz anderen Augen zu sehen«, ermunterte Lorr.

Instrumentalisten begeistern

Erstmals hatte sich für diesen Gottesdienst eine Gruppe von sechs Instrumentalisten zusammengefunden, die mit Querflöte, Geige und Cello, mit Klavier, Bass und Gitarre einen kleinen Chor begleiteten. Beim Schlusslied »Camminando va« (»Aufbruch wagen«) unterstützten die Gottesdienstbesucher die Musiker spontan mit rhythmischem Klatschen. Nach dem Gottesdienst traf man sich an der neuen Fahnenstange, um die St.-Michaels-Fahne, entworfen von Rupert Merckle, einzusegnen. Die wird künftig an allen besonderen Tagen, die die Pfarrgemeinde betreffen, gehisst werden.

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hed_lh_posau_070922_4c © Lothar Halaczinsky
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hed_lh_mich_070922_4c © Lothar Halaczinsky

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