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Sängerkranz: Schritte aus der Pandemie

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Die Mitglieder des Sängerkranzes Nidda proben wieder im Heimatmuseum. © Martin Ritter

Nidda (mtt). Fast drei bewegte Jahre liegen hinter den Sängerinnen und Sängern des Gesangvereins »Sängerkranz 1839« Nidda und ihrem Dirigenten Thomas Kiersch bedingt vor allem durch die Pandemie, aber gemeinsam und mit sehr viel Energie konnten auch in dieser Zeit immer wieder Lebenszeichen gesendet werden. Am Sonntag, 25. September, kommt es ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Nidda, dem Johannes-Pistorius-Haus, zum ersten Live-Konzert mit Publikum.

Während der Pandemie gab es immer wieder Höhen und Tiefen im Chorbetrieb. Fragen kamen auf wie: Kann beziehungsweise darf überhaupt gesungen werden? Wo proben wir? Wer kommt?

Was in früheren Jahren selbstverständlich war, nämlich regelmäßig zur Singstunde zu gehen, Werke einzuüben und vorzutragen, wurde durch Verordnungen und vor allem Verbote teilweise jäh ausgebremst, teilweise stark eingeschränkt. Verunsicherung machte sich breit unter den Aktiven, vor allem ging die Angst um, sich eventuell bei anderen Choristen anzustecken und zu erkranken. Einige infizierten sich tatsächlich - nicht im Rahmen der Chorproben - und hatten über längere Zeit stimmliche Probleme. Dirigent und Vorstand entwickelten immer neue Ideen, die Chorarbeit stattfinden zu lassen, so wich man teilweise in das Parkhaus der Sparkasse Oberhessen aus und nutzte die Gastfreundschaft des Bürgerhauses in Michelnau, als die Temperaturen ein Singen im Freien nicht mehr zuließen. Auch präsentierte der Chor Ergebnisse der Arbeit, einmal im Internet mit einem aus Einzelaufnahmen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zusammengesetzten Musik-Video mit dem Klassiker »Butterfly« von Danyel Gerard und zuletzt mit der Vorführung des unter Mitwirkung mehrerer Kiersch-Chöre aufwendig produzierten Weihnachtskonzerts, in dessen Mittelpunkt die Kirchberger Singmesse von Lorenz Maierhofer stand. Weihnachtslieder aus vielen unterschiedlichen Regionen, vorgetragen von Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenchören und begleitet unter anderem von Musica Nidda, begeisterten eine stattliche Zuhörerschar in der evangelischen Stadtkirche in Nidda. Dirigent Thomas Kiersch fungierte dabei als schier unermüdlicher Motor und Organisator.

Inzwischen ist der Chor wieder in seinen angestammten Probenraum im Niddaer Heimatmuseum zurückgekehrt, wo es sich mit Abstand am angenehmsten probt.

»Bedauerlicherweise«, sagt der Vorsitzende Martin Ritter, »haben sich einige Sängerinnen und Sänger umorientiert und sich entschieden, den Chor nicht mehr zu unterstützen.« Aus diesem Grund war es auch für die Aktiven nicht einfach, bei regelmäßig unterschiedlicher und teilweise mäßiger Besetzung in den Proben eine kontinuierliche Arbeit aufrechtzuerhalten. Dennoch wird eine gut besetzte Singgemeinschaft dem Publikum ihre Lieder unter dem Motto »Oldies but Goldie« präsentieren.

Das vorgesehene Programm umspannt einen Zeitrahmen der 1960er bis 1980er Jahre, dabei werden Lieder erklingen, die längst zu Ohrwürmern geworden sind. Den Rhythmus liefert an der Cajon Winfried Müller, dazu gesellt sich das Klavier von Thomas Kiersch, der auch die Gesamtleitung hat. Umrahmt wird das Konzert von den Monday-Singers aus Dauernheim, ergänzt durch eine Einlage der bekannten Sängerin Diana Perez, die von Olaf Thurau auf der Gitarre begleitet wird. Zwischen den einzelnen Beiträgen ist das Kuchenbuffet geöffnet. Der Eintritt ist frei, über großzügige Spenden am Ausgang freuen sich die Mitwirkenden.

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