1. Startseite
  2. Region
  3. Wetteraukreis

Schlange gerettet, Brand gelöscht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: red Redaktion

Kommentare

cwo_feuerwehrlimeshain_2_4c
Gemeindebrandinspektor Christian Jungmann (l.), Bürgermeister Adolf Ludwig (2. v. l.), Kreisbrandinspektor Lars Henrich (2. v. r.) und Kirsten Breithaupt-Ludwig (rechts) drücken nicht nur den Geehrten und Beförderten ihren Dank für ihr großes ehrenamtliches Engagement für die Allgemeinheit aus. © pv

Limeshain (red). Trotz Pandemie konnten sich Limeshains Feuerwehrleute über zu wenig Betätigung nicht beklagen. Bei ihrer Jahreshauptversammlung bilanzierte man Einsätze und Fortbildungen, würdigte langjähriges Engagement und dankte für das ehrenamtliche Engagement.

In seinem Bericht informierte Gemeindebrandinspektor Christian Jungmann über das abgelaufene Jahr. Zu 36 Einsätzen, 19 Hilfeleistungen und 17 Feueralarmen, alarmierte man die Limeshainer Wehr. So befreiten die Einsatzkräfte unter anderem eine Schlange aus einem Kellerschacht oder leisteten überörtliche Hilfe bei einem Dachstuhlbrand in Calbach. Für die Kindergärten und die Grundschule bot die Feuerwehr wieder die Brandschutzerziehung an.

Neues

Löschfahrzeug

Seit vergangenem Jahr gibt es nun zwei Stellvertreter für den Gemeindebrandinspektor. So lasse sich die immer zeitaufwendiger werdende Arbeit der Feuerwehrführung auf mehrere Schultern verteilen. Neben den Übungen und Unterrichten, die bis Ende April nur online stattfanden, besuchten einige Feuerwehrleute Lehrgänge auf Kreisebene oder an der Landesfeuerwehrschule in Kassel. Zudem gab es für die Führungskräfte spezielle Fortbildungen. Auch die kreisübergreifende Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hammersbach setzten die Limeshainer erfolgreich fort. Hammersbachs Gemeindebrandinspektor Jens Eyrich, an diesem Abend selbst verhindert, ließ Dank und Grüße ausrichten. Für das Feuerwehrhaus, dessen 20-jähriges Bestehen man dieses Jahr feiert, schaffte man eine neue Telefonanlage und Präsentationstechnik für den Schulungsraum an, außerdem neue Bekleidung für die Einsatzabteilung. Auch ein neues Löschfahrzeugs soll dieses Jahr noch kommen. Insgesamt kamen in allen Abteilungen 4270 Stunden an ehrenamtlicher Tätigkeit zusammen.

Für die Kinderfeuerwehr Funkis berichtete Ines Linhart. Pandemiebedingt konnten sie, wie auch die Jugendfeuerwehr, erst ab Juni mit den derzeit elf Kindern gemeinsam starten. In der Jugendfeuerwehr sind 23 Jugendliche aktiv. Seit Längerem kann man wieder eine komplett eigene Gruppe von neun Jugendlichen zur Leistungsspangen-Abnahme schicken, sagte Gemeindejugendwart Wolfgang Koch.

Ehrungen und

Beförderungen

Erich Schott verlas den Bericht der Ehren- und Altersabteilung, der pandemiebedingt für das vergangene Jahr kürzer als sonst ausfiel. Zudem standen Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung. Eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen erhielten Christian Dietzel für zehn Jahre und Michael Theisen für 40 Jahre in der Einsatzabteilung. Für seine langjährige Dienstzeit erhielt Theisen zudem das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande. Das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande bekam Wolfgang Koch für 25 Jahre Dienstzeit. Befördert wurden Pascal Roloff-Borgner zum Feuerwehrmann, Björn Herber und Sebastian Heyn zum Oberfeuerwehrleuten, René Schlitt zum Hauptfeuerwehrmann, Christian Dietzel zum Brandmeister und Mark Drebinski zum Oberbrandmeister.

In ihrem Grußwort dankte Kirsten Breithaupt-Ludwig, die stellvertretende Vorsitzende der Gemeindevertretung, den Feuerwehrleuten für ihr Engagement. Die hohe Zahl freiwillig geleisteter Stunden für die Gemeinde beeindrucke sie. Bürgermeister Adolf Ludwig freute sich, dass das Feuerwehrhaus in den vergangenen Jahren stets mit Leben gefüllt war. Diesen Wunsch gab es bei der Einweihung vor 20 Jahren - die Feuerwehr wurde ihm mehr als gerecht. Er dankte für den Einsatz der Feuerwehrleute zum Wohl der Gemeinde: »Nur gemeinsam bringen wir die Feuerwehr Limeshain voran.« Diesen Satz aus dem Bericht des Gemeindebrandinspektors hob er immer wieder hervor. Er verwies damit auch auf die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Feuerwehr, für die er sehr dankbar sei.

Kreisbrandinspektor Lars Henrich überbrachte Grüße und Dank des Wetteraukreises. Alle Feuerwehren seien bisher gut durch die Pandemie gekommen. Sein Dank gelte allen, die durch ihr umsichtiges Handeln dazu beigetragen haben. Die Feuerwehr im Allgemeinen stehe vor geänderten Anforderungen, denen es in Zukunft gemeinsam gerecht zu werden gelte.

Auch interessant

Kommentare