Büdesheim ganz sportlich

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Gut gegen viele Arten von Schmerzen ist ein sanftes Muskelaufbautraining. Seit einem kostenlosen Vortrag zum Thema im vergangenen Jahr hat sich viel getan – Schönecker berichten, wie sie ihre gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommen haben.

„Jeder hat es selbst in der Hand, wie es ihm geht.“ Dieser Satz fiel im November vergangenen Jahres, als der ortsansässige Krankengymnast Markus Neumann zu einem Informationsabend über Rückengesundheit eingeladen hatte. Mehr als 130 Gäste folgten damals der Einladung in das Gemeindehaus der Andreasgemeinde in Büdesheim und konnten sich anschließend zu einem kostenlosen Probetraining für Muskelaufbau anmelden.

Die 56-jährige Gabi Meisel besuchte damals die Veranstaltung und hatte sich danach spontan für einen Schnupperkurs angemeldet, weil ihr lädiertes Knie sich immer wieder entzündete und schmerzhaft anschwoll. Mehrere Ärzte verordneten ihr Schmerzmittel, machten eine Kernspintomografie und besprachen mit ihr eine Operation.

Doch wie ist es ihr ergangen, seit sie beim Vortrag des Krankengymnasten war? Durch das Training unter der Anleitung des Physiotherapeuten ist es ihr gelungen, seit inzwischen fünf Monaten schmerzfrei zu sein, berichtet sie. Davor war sie bereits in anderen Studios: „Dort riet man mir das Knie zu schonen, aber die Schmerzen ließen dadurch nicht nach“, erklärt die Büdesheimerin. Erst durch gezieltes Muskelaufbautraining fühlt sie sich nun wie befreit. Nach dem Vortrag im vergangen Jahr wird das Angebot im Ärztehaus in Büdesheim rege angenommen. Neumann hat inzwischen mit seinem Team über 200 Benutzer an den Geräten eingewiesen. Regelmäßig trainieren im Ärztehaus etwa 150 Personen. Da das Zirkeltraining an den Stationen stets gleich lang stattfindet, werden Wartezeiten vermieden. Auch Petra Bode aus Büdesheim hat schon einige Möglichkeiten für Krafttraining in der Region ausprobiert, weil ihr Orthopäde nach zwei Bandscheibenvorfällen dazu geraten hatte. Doch meist fühlte sie sich unwohl – zu laut und hektisch ging es in vielen Studios zu, berichtet die 57-Jährige. Sie hat bereits eine Operation, viele Behandlungen, Schmerztherapie, Gymnastik und Krankengymnastik hinter sich.

Nun ist sie begeistert: „Auf jeden Fall ist mein Rücken jetzt stabil und ich habe viel weniger Beschwerden.“ Die Abwechslung beim Training sei ein wunderbarer Ausgleich zu ihrer Bürotätigkeit. Ehemann Henning begleitet seine Frau. Er sagt: „Als Rentner fühlt man sich manchmal körperlich eingeschränkt und meine Gelenke sind bei meinen fast zwei Meter Größe auch besonders belastet.“ Deshalb hatte ich schon bei meiner Berufstätigkeit bereits ein Stehpult.“ Die Geräte zum Trainieren seien auf seine Größe angepasst worden, das Trainieren tue ihm, seinen Gelenken und Rücken gut. Zwei Bandscheibenvorfälle hat auch Rainer Rauch aus Mittelbuchen hinter sich und durch seine Fußballaktivitäten musste eine Knieprothese angepasst werden.

Wegen der Beschwerden mit erheblichen Schlafstörungen riet sein Orthopäde zum Muskelaufbau. Das führt der 53-Jährige nun zweimal wöchentlich für eine Stunde konsequent durch. Sein Ergebnis: „Jetzt kann ich wieder durchschlafen und fühle mich viel wohler.“

Eckerhard Graser (66) hat schon immer Ausdauersport betrieben. Doch er sagt: „Erst durch das Muskelaufbautraining ist meine Körperspannung viel besser geworden.“ Graser hat keine Beschwerden, will aber der Altersunbeweglichkeit vorbeugen.

Die Überzeugung von Markus Neumann, dass die Hälfte seiner krankengymnastischen Behandlungen nicht benötigt werden, wenn die Menschen selbst aktiv sind, hat sich auch in seinem Leben bestätigt. Der Physiotherapeut weiß wovon er spricht. Er hatte sich selbst 1997 einen Kreuzbandriss am linken Knie eingehandelt. Durch intensives Training konnte er bereits im Jahr 2000 wieder am Ironman, einer Triathlonveranstaltung mit 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42 Kilometern Marathonlauf in Frankfurt teilnehmen. Es folgten weitere Teilnahmen in den Folgejahren. Neumann ist überzeugt, dass nur sein konsequentes Muskelaufbautraining diese Leistung ermöglichte.

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