Kilianstädter Trödelhöfe

Wo fast jeder seinen Schatz findet

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Raritätenjäger, Trödelfans und Antiksammler kamen am Sonntag auf den Kilianstädter Trödelhöfen auf ihre Kosten. Etwa 60 Aussteller boten rund um den Platz der Republik ihre Waren an. Auch dieses Jahr galt das Motto: „Qualität statt Quantität“.

Das Konzept des „anderen Dorfflohmarkts“ wird angenommen, schon die 2000 Besucher im vergangenen Jahr machten das deutlich. Das Organisationsteam mit Silvia und Klaus Grundmann sowie Susanne Nowak und Jürgen Werner an der Spitze, bot nun wieder seinen Markt der kurzen Wege mit mehreren auch auswärtigen Ausstellern auf elf Höfen und den Flächen rund um Platz der Republik. Unterstützung erfahren sie von zehn weiteren Vereinsmitgliedern. Hobbytrödler und Flohmarktgänger freuten sich über Kurioses und Raritäten im alten Ortskern mit den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Ein Höhepunkt war der Stand der Beschäftigungsbetriebe des Caritasverbandes Frankfurt. „Wir stellen Einzigware her, bauen aus Holzresten Möbel und restaurieren alte Möbel, die wir über Wohnungsauflösungen erhalten. Wir besitzen auch eine Schreinerei“, sagte Norbert Mantel.

Beim Gang durch die Trödelhöfe gibt es Puppenmöbel, ein Taschenbuch für Wehrpflichtige oder Bernsteinschmuck zu entdecken. Münzen, versteckt in Hüllen, fielen am Stand von Manfred Schmidt aus Erlensee auf. „Ich liebe Numismatik, das ist meine Leidenschaft und ein schönes Hobby“, sagte Schmidt und deutete auf seine Sammlung, die Münzen von 1600 bis 2018 umfasst.

„Wir beten jedes Jahr, dass wir keine T-Shirts, alten Schuhe und Schrottwerkzeuge sehen wollen. Das setzt sich bei den Händlern durch“, sagte Klaus Grundmann. Schon als kleiner Junge konnte er an keinem Flohmarkt vorbei gehen. Die Faszination, sagte er, liege in der Entdeckung und der Hoffnung „einen Schatz“ zu finden und das zu einem günstigen Preis.

Auch Regina Ellert aus Linsengericht stöbert gerne. „Ich suche Zinnkannen oder Bilderrahmen“, sagte sie. Juan Cuaresma aus Büdesheim war da schon fündig geworden. Sorgfältig öffnete er den Deckel eines Plattenspielers, den er für 20 Euro erworben hatte. „Den habe ich gesehen und sofort gekauft“, sagte er und lächelte zufrieden. Über einige Anfragen konnte sich auch Marie-Luise Neugebauer aus Bad Vilbel freuen. Die Künstlerin, die seit 20 Jahren malt, stellte eigene Kunst aus. Radierungen waren zu sehen und abstrakte Kunst, gemalt mit Acrylfarben.

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