Freigabe am Dienstag

Die letzten Arbeiten an der Frankfurter Straße in Kilianstädten laufen in dieser Woche

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13 Monate mussten die Anwohner der Frankfurter Straße in Kilianstädten die Baustelle ertragen. Nachdem bereits die offizielle Einweihung stattfand, wird die Straße ab kommendem Dienstag nach Pfingsten nach einigen Restarbeiten endlich auch für den Verkehr wieder freigegeben.

Es war eine Baustelle, vor der Günter Rauch, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung in Schöneck, „ein bisschen Angst“ hatte. „Die Frankfurter Straße verläuft mitten durch den Ort, ist sehr eng. Aber es verlief alles wider Erwarten sehr friedlich“, zeigt er sich erleichtert. Rund 13 Monate hat es bis zur Fertigstellung gedauert.

Dabei hätte die Baustelle bereits vor Weihnachten 2013 beendet sein sollen. „Verzögert hat sich die Bauphase durch die Gasleitungen, aber auch durch die Strom- und Telekomkabel. Die mussten nämlich durch die Arbeiten tiefer gelegt werden“, berichtet Rauch. Dann kam im März noch der Winter dazwischen, der durch den Frost drei Wochen Verzögerung eingebracht habe.

Dennoch habe es kaum Komplikationen gegeben, lobt Rauch. „Die Anwohner haben die Baustelle mit einer stoischen Ruhe ertragen. Die Bauarbeiter vor Ort waren auch ein super Team“, sagt der Fachbereichsleiter. Es habe in der Zeit kaum Beschwerden gegeben, und selbst die seien schnell erledigt gewesen.

In dieser Woche müssen noch die letzten Restarbeiten erfolgen, bevor die Straße am Dienstag nach Pfingsten auch für den Verkehr freigegeben werden kann. Bereits am vergangenen Wochenende war die Frankfurter Straße offiziell eingeweiht worden (wir berichteten). „Das Anschlussstück am Platz der Republik wird noch gepflastert. Außerdem werden noch fehlende Straßenschilder aufgebaut“, erzählt der Fachbereichsleiter.

Der Bagger hebt gerade die letzten Reste Asphalt von der Straße am Platz der Republik an, darunter kommt altes Kopfsteinpflaster zum Vorschein. „Das hätte in der Straße auch schön ausgesehen, wäre aber durch den Lärmaspekt nicht in Frage gekommen“, bedauert Rauch ein wenig. Denn sobald Autos über das Kopfsteinpflaster fahren, rumpelt es dann doch gewaltig. Der kleine Abschnitt zur Frankfurter hin soll in der Woche noch asphaltiert werden.

Mit den letzten Arbeiten sind dann Bereiche in Kilianstädten verbessert worden, „die es wirklich nötig hatten“. Denn die Frankfurter Straße befand sich in einem desolaten Zustand, zumal die Kanäle kaputt waren. Rund 1,42 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet.

Die auf einer Länge von rund 450 Metern umgestaltete Straße kann sich sehen lassen. Die Gehwege wurden verbreitert und im Höhenniveau an die Straße angeglichen, teils gepflastert. Dadurch ergibt sich jetzt auch die Möglichkeit zur Außengastronomie. „Das belebt die Straße gleich ungemein“, findet Rauch. Überhaupt habe sich die Qualität gerade für die Fußgänger verbessert.

Die Einbahnstraßenregelung wird weiterhin bestehen bleiben. „Neu ist, dass die Fahrradfahrer jetzt auch gegen die Einbahnstraße radeln dürfen“, erzählt Rauch. Die Straßeneinmündungen sind mit Pflaster gestalterisch abgehoben: „Das gibt auch Autofahrern ein optisches Augenmerk.“

Insgesamt wirkt die Frankfurter Straße nun viel freundlicher: „Man fühlt sich wohler“, sagt Rauch. Tatsächlich heben sich die Fachwerke der Häuser nun deutlich stärker hervor. „Vorher war das ja nichts Halbes und nichts Ganzes mit der gelben Begrenzung“, findet er. Rauch ist in Schöneck aufgewachsen; die grundhafte Sanierung der Frankfurter Straße ist die erste, die er erlebt. „Ich hoffe, dass es jetzt wieder 40 bis 50 Jahre hält“, sagt der Fachbereichsleiter und lacht.

Aus der Bevölkerung habe es überwiegend positive Rückmeldung gegeben. Auch der Platz der Republik soll irgendwann eine Verschönerung erfahren. „Bis dahin werden aber sicher mindestens fünf Jahre Zeit ins Land gehen“, schätzt Rauch.

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