Freifläche im Zentrum

Matschige Wiese in Kilianstädten soll Mini-Marktplatz weichen

Ein Mini-Marktplatz neben der Metzgerei Schmidt, der Klimaschutz in Schöneck und die Art, wie man neue Baugebiete vermarktet – darüber beriet nun der Bau- und Umweltausschuss.

Die Freifläche an der Einmündung der Raiffeisen- in die Frankfurter Straße ist nur klein – aber zentral. Ein Baum, Rasen und ein rundes Wartehäuschen stehen dort zwischen der Metzgerei Schmidt und dem Restaurant Hahn. Dieser Fleck mitten in Kilianstädten soll bald anders aussehen. Das beschlossen alle acht Mitglieder des Bauausschusses am Dienstagabend. In den Etat für 2018 sollen rund 70 000 Euro für die Umgestaltung des Platzes reserviert werden, forderten die Ausschussmitglieder.

Wie der Platz künftig aussieht, ist aber noch unklar. Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) hätte gerne eine gepflasterte Fläche, auf der ein paar Marktstände stehen können. Günter Rauch vom Fachbereich Stadtentwicklung im Rathaus präsentierte drei Skizzen, die auch bis zu vier Autostellplätze vorsehen.

Eine Zeichnung sieht eine halbrunde, rund 280 Quadratmeter große Pflasterfläche vor, auf der entlang der Frankfurter Straße zwei Bäume und Infotafeln stehen. Am Platzrand sind Sitzquader eingezeichnet.

„Ich find’s furchtbar“, kommentierte die Grünen-Abgeordnete Rita Schneider. Niemand werde sich auf die unbequemen Quader setzen. Und Autos gefährdeten dort beim Rückwärts-Ausparken die Passanten. Was auf dem Platz geschehen soll, bleibt also vorerst unklar. Einig war der Ausschuss nur, dass am 5. Dezember der Haupt- und Finanzausschuss und am 14. Dezember das Parlament Geld für die Umgestaltung bereitstellen sollen.

Eine größere Tragweite hat der Beschluss, im nächsten Jahr 20 000 Euro für ein städtebauliches Konzept zu reservieren, das Schönecks Wachstum bis ins Jahr 2035 vorausplant. Die ehrenamtlichen Gemeinde-Politiker sind nämlich unsicher, wie und wo es mit dem Bauen weitergehen soll.

Erst Mitte November hatten sie den Verkauf eines 3600 Quadratmeter großen Baugrundstücks an der Dresdener Straße in Kilianstädten verschoben. Dabei sei der Bau-Druck groß, berichtete Günter Rauch. „Wir sollten uns zügig auf den Weg machen“, mahnte der Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung. „Wir sehen die Chance, ein Stück zu wachsen. Wir haben fast täglich Anfragen“. Die Gemeinde könne nach dem aktuellen Flächennutzungsplan etwa 30 Hektar bebauen lassen.

Zugleich müsse man sich Gedanken machen, welche Flächen die Gemeinde für die Zeit bis 2035 beim Regionalverband noch anmelden will. Die Bürgermeisterin schlug vor, die Gemeinde solle die Baugebiete kaufen und selbst vermarkten – sie brauche dabei aber den Sachverstand von Projektentwicklern.

Die CDU hatte zuvor beantragt, das Land von Entwicklern kaufen zu lassen. Zu einer Entscheidung konnte sich der Ausschuss nicht durchringen – er verschob das Thema auf den Januar.

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