+
Für die Trauerhalle in Kilianstädten stehen 20 000 Euro im Haushalt. Geplant ist es, zunächst die Fassade zu streichen.

Trauerhalle

Ortsbeirat befasst sich mit Sanierung von Friedhofsgebäude

  • schließen

Die Trauerhalle in Kilianstädten soll instand gesetzt werden. Ein Punkt, mit dem sich am Dienstagabend der Ortsbeirat befasste. Aber auch die verkehrliche Situation und ein Heimatmuseum brennen im Ort auf der Seele.

In einer Ecke des Friedhofs im Schönecker Stadtteil Kilianstädten liegt die Trauerhalle. Sie ist in die Jahre gekommen, weshalb sie saniert werden soll. Am Dienstagabend befasste sich der Ortsbeirat Kilianstädten erneut mit dem Thema. „Wir waren vor einigen Wochen auf dem Friedhof, um uns die Trauerhalle anzusehen“, berichtete Ortsvorsteher Thorsten Weitzel. Er und Ortsbeiratsmitglied Hans Ramme (beide CDU) hätten sich dabei mit einem Vertreter des Bauamtes und Pfarrerin Johanna Ruppert auf dem Friedhof getroffen.

„Im Doppelhaushalt 2016/17 wurden zweimal je 10 000 Euro für die Sanierung eingestellt. Dies wurde noch nicht ausgegeben“, berichtete Weitzel. Ursprünglich habe dem Ortsbeirat vorgeschwebt, im Innenraum etwas zu machen. Doch die Gemeinde wolle zunächst die Fassade streichen lassen. „Es wurden bereits Farbvorschläge gemacht, aber es reicht uns, wenn es erneut weiß gestrichen wird“, schilderte er. Von einem Malerbetrieb liege mittlerweile ein Angebot vor, weshalb Weitzel auf eine Instandsetzung noch in diesem Jahr hofft.

„Es ist ein Bau aus den siebziger Jahren“, so Weitzel. Innen sei es kahl, weshalb sich besonders Ortsbeirätin Marianne Karrenbrock (FWG) für künstlerische Akzente stark macht. Und auch die Technik ist offenbar überholungsbedürftig, denn die Lautsprecher würden angeblich rauschen.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Ortsbeirat befasste, war die verkehrliche Situation in dem Stadtteil. Zum einen geht es um eine deutlichere Beschilderung der frisch sanierten Ortsdurchfahrt. Denn Fahrräder dürfen jetzt entgegen der Einbahnstraße fahren. Doch nun sei das Schild, welches die Autofahrer auf die Einbahnstraßenregelung hinweist, nicht aus allen Richtungen gut zu sehen.

Das sei fatal, sagte Weitzel, da besonders der sogenannte „Flaschenhals“ schmal sei. Ortsbeiratsmitglied Klaus Kunkel (Grüne) erzählte von gefährlichen Begegnungen mit Autofahrern, die provokant auf ihn zugefahren seien. Gemeindevorstandsmitglied Volker Ohl (CDU) meinte: „Die Straße gibt es nicht her.“ Denn Autos könnten an Radfahrern dort quasi nicht vorbeifahren. Damit war er einer Meinung mit Beiratsmitglied Ramme. Der Grüne Kunkel widersprach dieser Sichtweise allerdings.

Und noch ein Gesprächspunkt: der ruhende Verkehr im alten Ortskern und an der Büdesheimer Straße/Am Brühl. Insbesondere in den Abendstunden sei dies ein Problem, schilderte Beiratsmitglied Stefan Haas (SPD). Es müsse mehr kontrolliert werden, betonte Ramme. „Die Leute parken falsch, alle Seitenstraßen sind zugeparkt.“

Ohl erinnerte dazu an den Brand diesen Sommer in der Heiligenstraße. Die Feuerwehr habe bei der Anfahrt wegen parkender Pkw mehrfach rangieren müssen. Zum Schluss noch etwas Erfreuliches: Weiterhin arbeitet der Ortsbeirat daran, ein Heimatmuseum zu realisieren: Dies in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Ortsgeschichte Kilianstädten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare