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Wolfgang Seifried ist täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Hier auf Verlängerung der Feldstraße hin zur Hohen Straße.

Ausbau

Das Radwegenetz soll 7-Kilometer-Radius haben

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Die Grünen wollen einen Ausbau des Radwegenetzes rund um Schöneck erreichen. Zur nächsten Gemeindevertretersitzung bringt die Fraktion einen Antrag ein. „Radius 7“ lautet das Stichwort, denn der Radius des vorgesehenen Gebietes beträgt sieben Kilometer.

Wolfgang Seifried von den Grünen fährt regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit nach Frankfurt. 25 Kilometer sind dies, eine Stunde braucht er dafür. Weil das Radeln auch für zahlreiche andere zum Alltag gehört, lag es nun für ihn nah, das Projekt „Radius 7“ zum Radwegeausbau auszutüfteln. Die Grünen stellen einen Antrag in der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter dazu. Sie steigt am Donnerstag, 23. August.

Seifried nennt ein Beispiel: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz radelt er über Bad Vilbel. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu fahren. Ich nutze die bestausgebaute Strecke“, sagt er. Doch auf dem Weg von Büdesheim nach Rendel liege eine Zickzack-Kurve, die schwierig zu nehmen sei. Im Rahmen von „Radius 7“ wäre es daher ein Anliegen, die scharfe Wegführung abzumildern. Es gebe darüber hinaus noch knapp 30 weitere Strecken rund um Schöneck, die fahrradfreundlich ausgebaut werden könnten. Mit jeweils mehr oder weniger Aufwand. Seifried hat alles in einem 70 Seiten starken Papier zusammengefasst. Bei einem Treffen der Grünen beschrieb er die Hintergründe. „Die Motivation kommt vom Klimaschutz“, erklärt er.

Und die Hälfte aller Autofahrten liege unter fünf Kilometern. Ein Potenzial, das man mit dem Fahrrad abdecken könne. Beispielsweise mit einem E-Bike. Sei gewollt, dass der Drahtesel im Alltag eine Rolle spielt, müssten Fahrradwege zur Verfügung stehen, die qualitativ so gut wie Straßen sind. „Schotterwege sind für den Alltag nicht tauglich. Wenn es regnet, sind sie matschig.“ Ein weiteres Beispiel ist die Verlängerung der Feldstraße in Kilianstädten hin zur Hohen Straße. „Zuerst kommt ein Schotterweg und dann folgt ein Grasabschnitt.“

Rund um Schöneck hat sich Seifried umgeschaut, alle Strecken abgefahren, Fraktionsvorsitzende Barbara Neuer-Markmann meint: „Würde jede Kommune so einen Beschluss fassen, hätte man ein attraktives Netz.“ Die Schönecker Grünen haben vor, mit den Kollegen der umliegenden Kommunen Kontakt aufzunehmen. Zudem wollen sie erreichen, dass der Gemeindevorstand Verhandlungen zu einer interkommunalen Zusammenarbeit aufnimmt. „Im Zuge ihres Antrags werden die Grünen vorschlagen, 150 000 Euro Eigenmittel für Planung und Bau in den Haushalt einzustellen.

„Wenn wir damit rechnen, Zuschüsse von 70 Prozent zu bekommen, hätten wir 500 000 Euro.“ Benachbarte Kommunen, die sich beteiligen, müssten ihrerseits ebenfalls Mittel aufbringen. Laut Neuer-Markmann ist zudem eine Priorisierung wichtig. „Der erste Anlauf ist es nicht“, erzählen die Grünen. Für den Haushalt 2018/19 wollten sie bereits Gelder einstellen lassen. Die Gemeindevertreter hatten den Antrag allerdings mehrheitlich abgelehnt, weshalb Seifried die Vorplanung nun selber machte.

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