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Die AG ?Festzug?: Thomas Bauscher, Michael Schütz, Nils Verhufen, Jutta Zwettler-Krug, Betina Bauscher und Brunhilde Seibel.

Festtage

Ein Team für die 1250-Jahrfeier Festtage

Bald steigt die große Fete: Die beiden Orte Oberdorfelden und Niederdorfelden wollen es zu ihrem 1250-Jahr-Jubiläum richtig krachen lassen. Damit das klappt, hat sich das Organisationsteam um die Bürgermeister monatelang ins Zeug gelegt.

Seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen für die Festtage in Oberdorfelden und Niederdorfelden: Die beiden Orte freuen sich über ihren 1250. Geburtstag, gefeiert wird vom morgigen Freitag, 17. August, an bis zum Montag, 20.August. Bis es los geht, fehlen nun nur noch letzte Detailarbeiten. Das war nicht immer so.

Am Anfang der Planungen standen viele Ideen, die dann doch wieder verworfen wurden, wie beispielsweise, das gesamte Fest auf einem Acker zwischen den beiden Orten stattfinden zu lassen. Ein passendes Stück Land gab es zwar, doch das gehörte der Kirche und die hatte es langfristig an einen Landwirt verpachtet. Und der hätte zwar mitgespielt – und den Acker für das Fest freigegeben – doch verlangte er dafür einiges an Geld: Eine Jahrespacht plus den Ernteausfall wollte er ausgezahlt haben.

Das war dem Organisationsteam um die Schönecker Bürgermeisterin Cornelia Rück und ihrem Niederdorfelder Amtskollegen Klaus Büttner (beide SPD) zu viel. Nachdem auch die Tennis-Halle des TC Niederdorfelden wegfiel, weil der Verein Bedenken wegen des erst frisch verlegten Bodens hatte, trat man schließlich dem Gedanken nahe, die Jubiläumsfeier sowohl in Oberdorfelden als auch in Niederdorfelden zu organisieren.

Nicht nur die einzelnen Veranstaltungen, sondern auch der Festzug sollte nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Nidder-Halle in Oberdorfelden anschließend von einem Dorfelle zum anderen ziehen – also von Oberdorfelden nach Niederdorfelden – und dort auf dem Festplatz enden. Rück und Büttner betonen noch heute, ein gemeinsames Fest bringe Vorteile für beide „Dorfeldens“.

Zum einen verteile sich die finanzielle Belastung auf mehrere Schultern, zum anderen würden die Vereine bei solch einer großen Feier personell stark gefordert. „Die Verwaltung kann eine solche Veranstaltung allein gar nicht stemmen. Dafür fehlen uns die personellen Ressourcen“, räumt Büttner ein. Deshalb sei er sehr froh über das freiwillige und ehrenamtliche Engagement so vieler Bürger.

So hat sich beispielsweise für die Planung des Festumzuges eine eigene Arbeitsgruppe gebildet. „Die Planung eines solchen Lindwurms erfordert unzählige Vorbereitungsschritte. Die gegründete Arbeitsgruppe „Festzug“ stand vor einem Berg von Aufgaben, die unter einen Hut zu bringen waren, wie Bernhard Schüller, selbst Mitglied in der Arbeitsgruppe „Festzug“ zu berichten weiß. Es mussten Gespräche mit den Vereinen wegen ihrer möglichen Teilnahme geführt werden, mit Sponsoren wegen möglicher Spenden und den Behörden wegen den erforderlichen Genehmigungen.

Als am Ende 32 ernsthaft an der Teilnahme Interessente übrig blieben, musste die Arbeitsgruppe dann entscheiden, wie groß die Teilnehmerzahl werden sollte, wie viele Fahrzeuge, Anhänger oder Tiere an dem Zug teilnehmen könnten. Es waren versicherungsrechtliche Fragen zu klären.

„Diese Aufgabe gestaltete sich schwieriger als ursprünglich angenommen und bedurfte unzähliger Mails, fernmündlicher Gespräche und starker Nerven“ erinnert sich Schüller. Die nächste große Herausforderung war die Aufstellung des Zuges. Wer harmoniert mit wem, welche Beiträge sollten getrennt bleiben? Nummernkärtchen mit den Zugbeiträgen dienten zur Orientierung und wurden zunächst auf dem Papier hin- und hergeschoben, bis das Konzept stand.

Danach galt es die musikalische Untermalung des Festzuges zu gestalten und dabei den Kostenfaktor nicht aus den Augen zu verlieren. Die Auswahl fiel auf sieben Kapellen, die auf unterschiedlichste Weise ihren Beitrag zum stimmungsvollen Miteinander leisten sollen.Ob Spielmannszug, Kapellen oder Guggenmusiker, für jeden ist etwas dabei. „Zu guter Letzt und wegen der Sicherheit wird jetzt noch einmal alles mit der Polizei abgestimmt und dann kann es losgehen“, sagen die Gemeindeoberhäupter vor dem Festwochenende.

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