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Sie ist die neue Regentin des Laternenfests: Kim Blume (Mitte) zusammen mit ihren Hofdamen Fabienne Schwarz van Berk (links) und Melina Dorrmann.

Krönung am 3. August

Kim II. wird neue Laternenfest-Königin

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Laternenkönigin sein – davon dürfte manch eine junge Frau in Büdesheim träumen. Für Kim Blume (21) erfüllt sich nun dieser Wunsch. Dazu passt das Motto des Umzugs des diesjährigen Laternenfestes, das von Freitag, 3. August bis Montag, 6. August steigt. Es heißt „Einfach mal träumen“.

Die Arbeitsgemeinschaft Büdesheimer Laternenfest (AG) hat die neue Laternenkönigin vorgestellt: Kim Blume, eine 21-jährige angehende Industriekauffrau. Ort der Vorstellung ist das Altenhilfezentrum, wohin die AG am Donnerstagabend zu einer Pressekonferenz eingeladen hatte. Im sommerlichen weißen Kleid, mit langen blonden Haaren, eingerahmt von ihren Hofdamen Melina Dorrmann (25) und Fabienne Schwarz van Berk (21): So stellt sich Kim II. auf der Dachterrasse charmant den Kameras.

Das Interview ist dann im Andachtsraum terminiert. Ein sachliches Ambiente also und noch nicht viel zu spüren von Glanz und Aura eines royalen Amtes. Doch es schimmert durch. Etwa, als die scheidende Königin Madeline Reis (20) strahlend von ihren Erlebnissen als Regentin erzählt. Wie viel Spaß es ihr und ihren Hofdamen Lara Promesz (20) und Kim Wenzel (18) gemacht habe.

„Ich habe die Termine genossen. Es waren über 30“, sagt sie. Und sie bekennt, ein bisschen traurig zu sein, dass es bald vorbei sein wird. „Aber ich blicke mit einem Lächeln zurück.“ Madeline I. stammt übrigens aus einer Dynastie: Oma, Mutter und Tante waren auch schon Laternen-Königin. Und nun, am Freitag, 3. August, wird im Festzelt die Krönung der Nachfolgerin vollzogen. Dann wird Madeline ihrer Freundin Kim die Krone aufsetzen.

Jene ist schon sehr gespannt auf ihr Amt: „Es war mein Traum, Laternenkönigin zu werden, denn ich bin in Büdesheim großgeworden.“ Das Fest beschreibt Kim als einen der größten Momente im Jahreslauf. Sie ist die nunmehr 60. Laternenkönigin, freut sich auf die kommenden Erfahrungen und darauf, neue Menschen kennenzulernen. Schließlich wird sie auf auswärtigen Festen Büdesheim vertreten.

Letztes Jahr hatte sich Kim bereits beworben, nun tat sie dies erneut gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen Melina und Fabienne. Und diesmal hat es geklappt. Kims Hobbys sind es, etwas mit Freunden zu unternehmen und zu kochen. Die Kleider haben die jungen Frauen gemeinsam eingekauft: Kim wird traditionell ein langes helles Gewand tragen. Ihr Zweitkleid ist rot. Und auch die Hofdamen ziehen lange Gewänder an.

Bewerbungen für das Amt der Laternenkönigin zu bekommen, ist laut Ludger Stüve, dem Vorsitzenden der AG, kein Problem. Es sei wieder attraktiv geworden, Laternenkönigin zu sein. Die Anforderungen beschreibt er wie folgt: „Es sollte jemand sein, der die vier Festtage in angemessener Weise über die Bühne bringen und vor einem großen Publikum reden kann.“

Wichtig sei es, dass die Königin sich mit dem Fest identifiziert und mindestens 18 Jahre alt ist. Werbliche Zwecke, etwa für ein bestimmtes Produkt, verfolge die AG nicht mit den Auftritten der Laternenkönigin. Hauptaufgabe während des kommenden Jahres sei vielmehr die Vernetzung mit anderen Königinnen in Hessen. Zudem nimmt sie an Festen teil, beispielsweise dem Rosenfest in Steinfurth. Dort ist Madeline gerade mit von der Partie gewesen. Managerin der Königinnen ist Martina Rexterroth, die Vorsitzende des Krönungsausschusses.

Stüve blickt auf das letzte Jahr zurück: Büdesheim hatte seine 1200-Jahr-Feier. „Das Laternenfest wurde ausgesprochen gut aufgenommen“, freut er sich. 2017 seien es 45 Nummern beim Festumzug gewesen, und auch 2018 sei der Umzug größer als früher. Heimische Vereine machen mit, aber auch Beteiligte von auswärts: Fußgruppen, Kapellen und Motivwagen werden unter dem Motto „Einfach mal träumen“ zu sehen sein.

Er erinnert an die Probleme, die Vereine vor einigen Jahren aufgrund neuer TÜV-Auflagen mit ihren Umzugswagen bekommen hatten. Mittlerweile sei alles wieder im Lot. Wie Stüve schildert, unterstützt die AG die Vereine diesbezüglich finanziell. Immer mehr Besucher kämen, weshalb das Komitee bereits überlege, zu Stoßzeiten Einlasskontrollen am Zelt zu machen: damit das Gedränge nicht zu stark wird.

Die Sicherheit sei mithin auch ein großes Thema für die Organisatoren: „Letztes Jahr war die Zusammenarbeit mit der Polizei sehr gut. Deren Präsenz war gut, und das hat sich ausgezahlt.“ Im Großen und Ganzen sei das Ereignis denn auch friedlich verlaufen. „Wir sind ein Fest, das kontinuierlich wächst“, freut sich Stüve.

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