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Schotten feiert 60 Jahre Verschwisterung mit Arco in Norditalien

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Von: red Redaktion

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Nachgeholte Verschwisterung: die internationale Gruppe bei ihrem Besuch in Fiave. © pv

Mittlerweile 62 Jahre sind Schotten und das norditalienische Arco verschwistert. Die eigentliche Feier des 60-Jährigen war coronabedingt nicht möglich. Nun wurde der runde Geburtstag am Gardasee nachgeholt.

Corona hat auch die Termine der Partnerschaftsjubiläen von Schotten »aus der Reihe gebracht«. 2020 sollte das 60-jährige Bestehen der Verschwisterung mit dem norditalienischen Arco gefeiert werden, doch daraus ist wegen der Pandemie nichts geworden.

Da die Freunde am Gardasee zur alljährlichen Verschwisterungstour nach Mantua eingeladen hatten, holten Lino Rosa, Vorsitzender von »Arco obbietivo Europa«, und sein Vorstand das Jubiläum mit zwei Jahren Verspätung am Gardasee nach.

Die Delegation aus Schotten war zwar klein, jedoch »hochkarätig«: Stadtverordnetenvorsteher Hans Dieter Herget, Hans Otto Zimmermann (Ehrenbürgermeister und -vorsitzender des Verschwisterungsvereins), sowie Gernot Schobert (zweiter Vorsitzender und Schriftführer) waren mit vier weiteren Personen angereist.

Die Gruppe aus Bogen (Bayern) stellte mit elf Vertretern die größte Abordnung, aus Roccella Jonica (Kalabrien) waren sieben, aus Crosne (Frankreich) sechs und aus Rymarov drei Gäste gekommen.

Sie erlebten zusammen mit den Freunden aus Arco bei »brütender Hitze« ein paar interessante Tage in Mantua mit seinen beeindruckenden Palästen. Ein weiteres Erlebnis war die Bootsfahrt auf dem oberen See, der voller blühender Lotuspflanzen war.

Einsatz für Demokratie

Höhepunkt war die Fahrt nach Arco zur 60-Jahr-Feier der Verschwisterung. Schon am Startpunkt des Umzuges, am San-Guiseppe-Platz, durch die Via Segantini waren die Tourteilnehmer freudig überrascht. Hier wurden sie von vielen Freunden und Bekannten erwartet.

Gemeinsam zogen sie mit Europafahnen zur Kirche auf dem Platz des 3. November. Mit dabei waren Vertreter einiger Vereine, so der Alpini, der Feuerwehr, Carabinieri und Vorstandsmitglieder.

Auf der Treppe der Kirche wurden sie von Bürgermeister Alessandro Betta und dem Verschwisterungsstadtrat Guido Trebo begrüßt. Das Stadtoberhaupt würdigte die Aktivitäten der Verschwisterung als wichtigen Schritt für ein gemeinsames Europa.

»Wir feiern heute 60 plus 2 Jahre Partnerschaft zwischen Arco und Schotten. Es ist sehr schön, sich an Vergangenes und vor allem Schönes zu erinnern. Aber auch der Blick in die Zukunft ist wichtig«, sagte Herget.

Wenn die globalen Probleme gelöst werden sollen, müssten nationale Interessen in den Hintergrund treten. Europa sei ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit und Solidarität gelingen könnten. Das sei nicht selbstverständlich.

»Wir alle sind aufgefordert, uns für Demokratie in unseren Heimatländern und für internationale Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus einzusetzen. Ich glaube, dass unsere Städtepartnerschaften einen kleinen, aber wichtigen Beitrag dazu leisten können. Lasst uns diesen Weg weiter beschreiten«, so Herget.

Signal für jüngere Generation

Für Pietro Commissio (Vorsitzender der Verschwisterung Roccella) war es eine große Ehre, an diesem Jubiläum teilzunehmen. Er sei 1960 geboren, damals wurde der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Heute setze man ein Signal für die junge Generation, die Waffen des Herzens sprechen zu lassen.

Bürgermeister Ludek Simko (Rymarov) freute sich über das Treffen vieler alter und neuer Freunde. Freundschaften seien in Zeiten des Ukraine-Konflikts nötig. »Ohne eine aktive Bürgerschaft kann keine Verschwisterung existieren«, sagte Jean-Pierre Ybert, der neue Vorsitzender des Crosner Verschwisterungsvereins.

Matthias Weingärtner (Bogen) würdigte es, dass die Freundschaft so lange Zeit gepflegt worden sei. Auch der katholische Stadtpfarrer Don Francesco hatte Worte des Lobes für die internationale Freundschaft. Nach dem Eintragen ins Goldene Buch der Stadt Arco, gab es in der »Cantina Marchetti« ein gemeinsames Mittagessen mit dem Austausch von Geschenken.

Abschluss des Abstechers ins Trentino war der Besuch des Pfahlbautenmuseums in Fiale. Hier wurden die Gäste von Bürgermeisterin Nicoletta Aloisia empfangen, die beiden Museumsführer Dr. Mirta Franzos und Gianluca gewährten Einblicke in eine alte Kultur und die Lebensweise der der Vorfahren.

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