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Schottener Kinderfeuerwehr feiert Zehnjähriges mit Verspätung

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Von: Stefan Weil

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Vereinsvorsitzender und Wehrführer Dr. Thomas Schlörb dankt Sara Keil für ihre Verdienste um die Kinderfeuerwehr. © Stefan Weil

Viele lobende Worte, eine Ehrung für Sara Keil und ein Kräftemessen der künftigen Brandschützer beim »Spiel ohne Grenzen« standen auf dem Programm im Gefahrenabwehrzentrum.

Schotten (sw). Einen erlebnisreichen Tag für etwa 70 Kinder hatte die Freiwillige Feuerwehr der Kernstadt Schotten organisiert. Anlass war die Jubiläumsfeier der Kinderfeuerwehr, die im Jahr 2010 gegründet wurde. Dass das Fest zum zehnjährigen Bestehen mit zwei Jahren Verspätung begangen wurde, war natürlich der Corona-Pandemie geschuldet. Der Schottener Feuerwehrvorsitzende und Wehrführer Dr. Thomas Schlörb konnte in der großen Fahrzeughalle des Gefahrenabwehrzentrums viele Gäste begrüßen, neben den Kindern auch zahlreiche Eltern und Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes sowie der politischen Gremien Schottens.

Viele Angebote

der Vereine

»Es ist sehr wichtig, junge Menschen schon sehr früh für die Belange der Feuerwehr zu interessieren und zu gewinnen«, betonte Schlörb. Die Angebote, auch von zahlreichen Vereinen, seien groß. Die Heranführung des Feuerwehrnachwuchses sei immens wichtig für das Funktionieren der Einsatzabteilungen, die auf ehrenamtlicher Basis den Brandschutz in der Schottener Großgemeinde gewährleisteten. »Daher haben wir vor jetzt mittlerweile zwölf Jahren die Kinderfeuerwehr gegründet«, sagte der Vorsitzende.

Anfangs mit zehn Kindern, danach habe es leider für eine kurze Zeit eine Flaute gegeben. Heute sei die jüngste Gruppe der Schottener Brandschützer mit etwa 15 Kindern gut aufgestellt. »In den Jahren seit der Gründung konnten etwa 20 Kinder in die Jugendfeuerwehr übergeben werden. Einer unseren jungen Brandschützer ist mittlerweile in die Einsatzabteilung aufgerückt«, betonte Schlörb.

Der Vorsitzende dankte Sara Keil. Sie hatte die Abteilung der Jüngsten mitgegründet und ist bis heute für die Betreuung zuständig. Unterstützung hatte sie im Laufe der Jahre von mehreren Mitgliedern der Feuerwehr erhalten. Aktuell sind dies Jennifer Brazke und Kevin Tillich.

Bürgermeisterin Susanne Schaab betonte, »die Bambini sind die Nachwuchssicherung für die Feuerwehren«. Das gemeinsame und disziplinierte Üben sei ein schönes Freizeitangebot für Jungen und Mädchen, bei dem sie viel lernen könnten. Der Ablauf des Festtages zeige, mit wieviel Freude die Kinder dabei seien. Die Feuerwehren in der Schottener Großgemeinde leisteten - auf freiwilliger Basis - gute Arbeit. »Die Politik weiß das zu schätzen«, so Schaab.

»Die Feuerwehren sind nicht nur für den Brandschutz und weitere Hilfsleistungen zuständig, sondern wirken auch bei vielen Veranstaltungen und anderen Gelegenheiten unterstützend in das gesellschaftliche Leben hinein.« Stadtbrandinspektor Jochen Wöllner informierte, dass es in allen 15 Stadtteilen Schottens mittlerweile Kinderfeuerwehren gebe.

Nachwuchsarbeit

in allen Stadtteilen

Damit sei eine gute Basis gelegt, um auch zukünftig die Aufgaben der Feuerwehr erfüllen zu können. »Dafür ist allerdings ein hohes Engagement der Betreuer Voraussetzung«, so Wöllner. Grußworte sprachen auch Stadt-Jugendfeuerwehrwartin Julia Weitzel und der stellvertretende Jugendwart der Vogelsberger Feuerwehren, Fabian Frank (Betzenrod).

Der Festtag hatte am Vormittag mit einem Spiel ohne Grenzen begonnen, an dem neun Teams aus sieben Kinderfeuerwehren teilnahmen. Bei der abschließenden Siegerehrung erhielten alle Mädchen und Jungen Medaillen, die drei erstplatzierten Mannschaften dazu noch große Pokale. Als Sieger geehrt wurde schließlich das zweite Team der Kinderfeuerwehr BuKaSi aus dem Niddertal. Den zweiten Platz belegten die Kinder aus Breungeshain und Dritte wurde die junge Mannschaft aus Eschenrod.

Gemeinsam auf den vierten Platz kamen mit der gleichen Punktzahl die Mini-Feuerwehren aus Einartshausen und die Bambini aus Betzenrod. Sechste wurde die zweite Mannschaft der gastgebenden Kinder-Feuerwehr aus Schotten vor dem ersten BuKaSi-Team, der ersten Mannschaft aus Schotten und den »Löschzwergen« aus Rudingshain.

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Rund 70 Kinder aus neun Mannschaften und ihre Betreuer nehmen am »Spiel ohne Grenzen« der Schottener Kinderfeuerwehr teil. © Stefan Weil

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