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Schutzmaßnahmen vor Geflügelpest

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Von: red Redaktion

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Aus Sicherheitsgründen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest auch im Vogelsbergkreis rät das Veterinäramt, Geflügelbestände aktuell nicht mehr im Freien zu halten. SYMBOL © pv

Vogelsbergkreis (red). In einem großen Puten- und Hähnchenmastbetrieb in Hungen im benachbarten Landkreis Gießen ist aktuell die Geflügelpest nachgewiesen worden. Das Veterinäramt des Vogelsbergkreises empfiehlt hiesigen Geflügelhaltern daher dringend, die eigenen Bestände zu schützen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Geflügelpestvirus von Wildvögeln eingeschleppt wurde, erklärt das Veterinäramt.

Die Infektion mit dem Influenzavirus führt bei Vögeln zu tödlichen Erkrankungen. Laut Robert-Koch-Institut wird das Risiko einer Übertragung auf Menschen durch die aktuelle, in Deutschland vorhandene Virusvariante als gering eingeschätzt. Übliche Hygienemaßnahmen sollten bei Kontakt mit verdächtigen Vögeln jedoch immer ergriffen werden.

Zurzeit besteht durch den herbstlichen Wasservogelzug und die Zunahme des Wildvogelbesatzes in den Rastgebieten eine erhebliche Gefahr des Eintrags des Virus in Geflügelhaltungen. Zu beachten seien auch indirekte Eintragungswege wie kontaminiertes Futter, Oberflächenwasser als Tränke oder Bad, verunreinigte Gegenstände, wie Schuhwerk, Schubkarren und Fahrzeuge, teilen die Fachleute der Behörde mit.

Empfehlung zur Aufstallung

Das Veterinäramt des Vogelsbergkreises rät deshalb allen Geflügelhaltern dringend, Schutzmaßnahmen für die eigenen Geflügelbestände zu ergreifen. Dazu gehört die Aufstallung des Geflügels oder Unterbringung in Volieren mit geschlossenem, festen Dach und vogeldichten Netzen oder Gittern an den Seiten. Weiter raten die Experten zur Reinigung und Desinfektion der Schuhe vor Betreten und nach Verlassen des Geflügelbereichs sowie einer geschützten Lagerung von Futter und Einstreu. Die Fütterung von Geflügel sollte nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen erfolgen. Dasselbe gilt auch für Wasserstellen.

Bei Auftreten mehrerer Erkrankungs- oder Todesfälle bei Hausgeflügel und beim Auffinden von Totfunden von Wildgeflügel ist unverzüglich das Veterinäramt des Vogelsbergkreises unter der Telefonnummer 0 66 41/9 77-68 00 zu informieren.

Entscheidend für eine schnelle Bekämpfung im Fall des Auftretens der Geflügelpest ist, dass alle Geflügelhalter beim Veterinäramt registriert sind. Wer das bisher versäumt hat, wird gebeten, sich möglichst unverzüglich beim Veterinäramt zu melden. Ein Bestandregister nach Geflügelpest-Verordnung ist zu führen und bei Kontrollen und im Seuchenfall vorzulegen.

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