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Sechs Abiturienten mit Traumnote1,0

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Lisann Herzog, Katharina Schremmer, Jannis Kröll, Theresa Rosenthal, Scherin Wahabzadeh und Aron Soleo (v. l.) bestehen ihr Abitur am Büdinger Wolfgang-Ernst-Gymnasium mit der Traumnote 1,0. © Monika Eichenauer

Zum ersten Mal seit 2019 nahmen die Abiturienten des Büdinger Wolfgang-Ernst-Gymnasiums ihre Zeugnisse wieder während einer akademischen Feier in der Willi-Zinnkann-Halle entgegen. Sechs Schüler erreichten die Traumnote 1,0. Theresa Rosenthal tat sich sich in ganz besonderem Maße hervor.

In der frisch renovierten Willi-Zinnkann-Halle herrschte Festtagsstimmung. Familien und Freunde waren gekommen. Sie freuten sich ähnlich wie Schulleiter Oliver Eissing darüber, dass die Abiturzeugnisse in einem angemessenen Rahmen ausgehändigt werden konnten. 87 junge Menschen des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums (WEG) erhielten sie. In den vergangenen zwei Jahren war die Ausgabe der Zeugnisse pandemiebedingt nur in den jeweiligen Tutorengruppen im kleinen Kreis möglich.

Der letzte G8-Jahrgang

Es handelte sich jetzt um den letzten G8-Jahrgang, der das Gymnasium verlassen hat. Studienleiterin Susanne Wolf-Weiler teilte in ihrer Ansprache mit, dass der Notendurchschnitt des Jahrgangs bei 2,1 und somit deutlich höher als der Landesdurchschnitt liegt. Mit Lisann Herzog, Katharina Schremmer, Jannis Kröll, Theresa Rosenthal, Scherin Wahabzadeh und Aron Soleo hat ein Sextett die Traumnote 1,0 erreicht, Theresa Rosenthal schaffte sogar 899 von 900 möglichen Punkten. Das habe sie in ihren 30 Jahren am Wolfgang-Ernst-Gymnasium zum ersten Mal erlebt, berichtete die Studienleiterin. Für diese besondere Leistung erhielt die junge Frau ein Geldgeschenk der Stadt Büdingen, das jedes Jahr an den Besten oder die Beste geht. Es überreichte Theresa Rosenthal Erste Stadträtin Katja Euler, die bis Ende März noch Fachbereichsleiterin am Gymnasium war und bei der Abi-Feier sogar in Doppelfunktion als Dirigentin das WEG-Orchester in Vertretung für einen Kollegen leitete. Außer dem Orchester gestaltete auch der Schulchor die Feier musikalisch.

»Confidentia in futurum - Vertrauen in die Zukunft« ist das Leitmotiv der Büdinger Schule. Genau das wünschten die Redner den jungen Menschen - trotz aller schwierigen Bedingungen. Verbunden damit war der Aufruf, zuversichtlich und selbstbewusst zu sein. Das nötige Rüstzeug hätten sie sich mit dem Abitur erworben, betonten sowohl Oliver Eissing als als auch Bürgermeister Benjamin Harris. »Engagieren Sie sich, tragen Sie als demokratische Bürger Europas Verantwortung. Genauso wichtig ist: Freuen Sie sich des Lebens und helfen Sie anderen Menschen, das Gleiche zu tun«, hob Eissing hervor.

Der Schulleiter bescheinigte ihnen gleichzeitig, dass sie mit großer Disziplin, mit Kreativität und Bravour in den von der Pandemie geprägten zwei Jahren der Qualifikationsphase mit all ihren Schwierigkeiten und ständigen Veränderungen eine stabile Grundlage für eine gute Zukunft erworben hätten. Als Beispiele nannte er den digitalen Unterricht, die Videokonferenzen, keine persönlichen Begegnungen mit Mitschülern und Lehrern und später « Maske auf, Maske ab«. »Unter beängstigenden Bedingungen sind Sie handlungsfähig geblieben. Den Beweis für Ihre Adaptionsfähigkeit und Resilienz werden Sie gleich in Händen halten.« Eissings Dank ging auch an die Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder und ans Kollegium.

Bürgermeister als Mutmacher

Rathauschef Benjamin Harris, der zum ersten Mal in diesem Amt zu den jungen Leuten sprach, ermutigte sie: »Gehen Sie mit Zuversicht, Freude und Leidenschaft Ihre kommenden Aufgaben an, haben Sie Selbstvertrauen, Sie sind gut ausgebildet.« Aber auch das Scheitern sprach er an: »Scheitern gehört zum Leben, wichtig ist, wieder aufzustehen. Never give up!« Abschließend hob er hervor: »Unsere Generation ist auf Sie angewiesen. Sie sind die Generation, die in Zukunft Verantwortung übernehmen wird, und es fängt gleich an. Ich zähl auf euch!« Erste Stadträtin Katja Euler, die als Lehrerin viele der jungen Leute von der fünften Klasse an kennt, wünschte ihnen, dass sie immer weiter lernen mögen und nicht bei Erreichtem stehen bleiben.

Grußworte an die Absolventen richteten auch die Tutoren Tobias Schlichter und Stefanie Hustedt, für die Schülervertretung sprach Victoria Klein und für den Schulelternbeirat Ramona Dörr. Auch in diesem Abi-Jahrgang hatten zahlreiche Jugendliche Verantwortung in vielen Bereichen der Schule übernommen: in der Schulbuchbibliothek, beim Sanitätsdienst, in der Demokratiewerkstatt sowie als Lotse für die Fünftklässler. Dr. Jörg Prohaska und Sabine Ebelshäuser, Vorsitzende der Fördergemeinschaft, würdigten die Schüler mit kleinen Geschenken besonders, ehe es endlich zur Verteilung der Abi-Zeugnisse kam.

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