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Sechstes Werkforum: Plastische Perspektiven

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Von: red Redaktion

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Der Obere Kurpark in Bad Salzhausen ermöglicht allerlei Begegnungen. Während des Werkforums werden sie durch fünf weitere Skulpturen bereichert. © Myriam Lenz

Neue Skulpturen erweitern bald den Oberen Kurpark in Bad Salzhausen. Fünf Künstlerinnen und Künstler stellen aus.

Bad Salzhausen (red). Das sechste Werkforum des Vereins Kunst-Projekt Nidda-Bad Salzhausen wird vom 27. August bis zum 3. September mit fünf neuen Werken zeitgenössischer Skulptur den Oberen Kurpark bereichern. Im Parksaal zeigen die fünf teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler zudem kleinere Arbeiten. Jeweils ein großes Werk dieser Bildhauerinnen und Bildhauer wird im Skulpturenpark installiert und dort für mindestens ein Jahr verbleiben.

Aus den Niederlanden kommt Marti de Greef nach Bad Salzhausen. Seine Bronzeskulptur die »Drei Grazien« wird im Park zu sehen sein. Auch die kleineren Arbeiten im Parksaal verfolgen figürlich abstrahierte Tendenzen, die sich mit den Spannungsverhältnissen des Torsos in der Bewegung beschäftigen.

Skurriles Paar

auf Kissenstapeln

Mit Birgit Feil kommt eine bereits bekannte Künstlerin in den Kurort. Unvergessen ist ihre »Annette im Warteraum«, eine realistische lebensgroße Figur, die sie beim vierten Symposium 2013 realisierte und mit der sie später auch den Baden-Württembergischen Kunstpreis gewann. Nun installiert sie ein skurriles Paar auf zwei Kissenstapeln, deren Anblick so manchen zur Selbstreflexion anregen dürfte. »Sie spielt hier nicht mit der Idealisierung des Motivs, sondern ironisiert den Menschen in seiner Alltäglichkeit«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ebenfalls bekannt ist Ulrich Kuhlmann, der beim zweiten Symposium 2009 eine Werkreihe von zehn geometrischen Stahlkörpern installiert hatte. Kuhlmanns neuer Beitrag im Park ist ein überdimensionierter »Flugsamen«, ebenfalls aus Stahl und über drei Meter hoch. Die Arbeit wird so positioniert, dass sowohl ihre Leichtigkeit als auch ihre Dimension gleichermaßen beeindrucken ist - die Faszination einer Naturform.

Auch Susanne Kraißer bringt eine Bronzeskulptur mit. Ihre »Hockende«, eine anmutig auf einem Sockel sitzende weibliche Aktfigur, besticht durch eine virtuose Modelliertechnik, mit der sie der Oberfläche der Bronze eine lebendige und dynamische Struktur verleiht. Die Figur selbst wirkt dagegen in sich gekehrt, ruhig und entspannt. Kraißer betrachtet und entwickelt ihre weiblichen Figuren auch aus dem Blickwinkel einer Frau heraus.

Ganz anders, sowohl das Material Stein betreffend als auch vom deutlich stärkeren Verfremdungsgrad her, zeigt sich das Werk von Knut Hüneke. Fragmentarisch, grob, oft monumental und spannungsvoll vereinfacht, setzt er seine Figuren provokativ in die natürliche Umgebung. Die Härte und Spröde des Materials wird dabei ebenso deutlich wie auch das Gedachte seiner figürlichen Auffassung. Seine künstlerische Position steht dabei in spannendem Kontrast zu den vier anderen Künstlerinnen und Künstlern.

Finissage und

Akkordeonkonzert

Die Werkausstellung zeigt kleinere Werke der Bildhauerinnen und Bildhauer. Alle Arbeiten sind auch käuflich zu erwerben. Die Eröffnung des sechsten Werkforums wird am Samstag, 27. August, mit einem Rundgang im Park jeweils um 15.30 und 18 Uhr stattfinden. Anschließend lädt der Verein Kunst-Projekt um 19 Uhr im Parksaal zu einem Konzert mit dem Trio »Weltklang« ein. Es spielen Helmut Fischer, Markus Wach und Moritz Weissinger.

Die Werkausstellung ist vom 27. August täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 28. August, geht es um 11 Uhr weiter mit einem Austausch und »Werkgespräch über Kunst« bei Kaffee und Kuchen.

Am Samstag, 3. September, endet um 18 Uhr das Werkforum mit einer Finissage. Um 19 Uhr gilt dann die ganze Aufmerksamkeit einem Solo-Konzert des virtuosen Akkordeon-Spielers Vassily Dück. »Die wunderbare Welt des Akkordeons«. Dücks Experimentierfreude ist von Vergnügen berstend und ansteckender Spielfreude.

Der Eintritt zu den Konzerten und zu der Ausstellung ist frei. Über Spenden freut sich der Verein Kunst-Projekt.

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