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Segelflieger gehen optimistisch in Zukunft

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Von: red Redaktion

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Gedern (red). Mit einem nahezu unveränderten Vorstand gehen die Gederner Segelflieger zuversichtlich in die nahe Zukunft. Während der Jahreshauptversammlung wurden Vorsitzender Harald Kaufmann, Rechner Michael Bräu, Schriftführer Claus Oehlbrecht, die Beisitzer Martin Luft und Thomas Menzel, Jugendleiter Henning Menzel sowie die Kassenprüfer Christian Mehl und Tabata Oehlbrecht in ihren Ämtern bestätigt.

Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Marcus Böhnisch, er trat die Nachfolge von Horst Böhnisch an.

Werkstattleiter Günter Rupp berichtete, dass man während der Baustunden viel lernen könne. Geplant sei, vier Vereinsmitglieder zu Technikern ausbilden zu lassen.

Nach einigen Jahren Praxis könne man dann Werkstattleiter werden, sodass die Instandhaltungsarbeiten weiter im Verein erledigt werden könnten.

Das Fliegen sei wesentlich günstiger, wenn man die Arbeiten nicht an externe Dienstleister vergeben müsse. Die Arbeiten seien eifrig im Gang, jedoch wegen der Corona-Pandemie mit gezielt eingeteilten Helfern an drei Standorten des Flugplatzes, sodass mit Abstand, aber doch zügig gearbeitet werden könne.

Für Kopfschütteln sorgte der Diebstahl einer Dachrinne mit Fallrohren an der Vereinshütte im März, die in vielen Stunden Eigenleistung angebracht worden war. Die Segelflieger hoffen, dass die Beamten der Polizeistation Büdingen den oder die Täter ermitteln können.

Airport-Party und Fliegerlager

Das Schulungsflugzeug ASK 21 hat nicht nur neue Sitzpolster bekommen, sondern auch ein neues Trudelballast-System. Der Rumpf der LS4 wurde gewartet, die Flächen erhalten neben einer neuen Lackoberfläche auch noch Winglets. Die Propellerwelle des Duo Discus, dem Doppelsitzer mit Motor als Rückkehrhilfe, musste neu bestellt werden, sodass der Motor bis dahin nicht benutzt werden soll.

Jugendleiter Henning Menzel berichtete über drei Teilnahmen am Jugendvergleichsfliegen, beim anschließenden Hessenentscheid erreichte er Platz 25. Ausbildungsleiterin und Fluglehrerin Tabata Oehlbrecht berichtete über rund 400 absolvierte Schulflüge und drei erste Alleinflüge (Freiflüge), die naturgemäß auch spannend für den Fluglehrer sind. Ihre ersten Alleinflüge absolvierten Emil Kissel, Jonathan Kämmerzell und Jana Oehlbrecht (alle 14 Jahre). Drei neue Flugschüler habe der Verein im vergangenen Jahr nach einem Schnupperkurs bekommen, außerdem liege bereits eine weitere Anmeldung vor.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Theorieschulung komplett online statt. Oehlbrecht berichtete über den Umgang mit den neu eingebauten Trudelgewichten, die bei gezielten Trudel-Trainingstagen eingesetzt und vorab von den Fluglehrern getestet werden.

Zwei Segelflieger hätten ihre Prüfung zur Ultraleicht-Ausbildung bestanden, weitere seien angemeldet, berichtete Ultraleicht-Fluglehrer Joachim Zweiböhmer. Alleinstartende Segelflugzeuge, die ohne Seilwinde oder Flugzeugschlepp in die Luft kommen können, hatten in der Corona-Zeit einen großen Vorteil. So konnte Peter Franz mit 29 Flügen insgesamt 197 Stunden Flugzeit und eine Strecke von 14 921 Kilometern vorweisen. Er war einer der Besten in Hessen und erhielt eine Urkunde.

Für dieses Jahr planen die Segelflieger wieder eine Airport-Party, sie soll vom 3. bis zum 5. Juni stattfinden. Außerdem will der Verein Helfer für das Open Air im Schlosshof am 2. Juli stellen. Groß ist die Vorfreude auf das Fliegerlager in Weißenburg.

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