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Service-Nummer und Wohnungsbörse für Ukraine-Flüchtlinge eingerichtet

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Von: red Redaktion

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Bekunden gemeinsam ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine: Kreisbeigeordneter Matthias Walther, Landrat Jan Weckler und Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (von links). © pv

Der Wetteraukreis hat eine zentrale Service-Nummer für alle Fragen rund um die Ukraine-Hilfe eingerichtet. Wohnraum für Flüchtlinge kann auf einer Wohnungsbörse gemeldet werden.

Wetteraukreis (red). Die Hilfsbereitschaft für die Menschen in der Ukraine und die Hunderttausenden, die bereits geflohen sind oder sich noch auf der Flucht befinden, ist groß. »Auch im Wetteraukreis entsteht gerade eine Welle der Hilfsbereitschaft«, sagt Landrat Jan Weckler (CDU) nach einer Sitzung des Ukraine-Krisenstabes. Der Kreis hat nun eine zentrale Service-Nummer für alle Fragen rund um die Ukraine-Hilfe eingerichtet.

Man verurteile die russische Aggression, die durch nichts zu rechtfertigen sei. »Wir solidarisieren uns mit den Menschen in der Ukraine. Aktuell stehen humanitäre Maßnahmen im Mittelpunkt«, sagt Weckler. Derzeit fänden viele Vertriebene Aufnahme in den Nachbarstaaten der Ukraine, wie Polen, Rumänien, Slowenien oder Ungarn.

»Sie wünschen sich, schnell wieder in ihr Heimatland zurückkehren zu können. Für Deutschland und damit auch den Wetteraukreis wird aktuell beobachtet, dass vor allem ukrainische Flüchtlinge vorübergehend visumsfrei einreisen, die hier Verwandte, Freunde oder Bekannte haben«, teilt der Kreis mit.

Wie hoch die Zahl der Vertriebenen in den kommenden Tagen und Wochen sein werde, könne man derzeit noch nicht abschätzen. Der Wetter-aukreis sei vor diesem Hintergrund aktuell vor allem hinsichtlich aufenthaltsrechtlicher Fragen und bei der Versorgung der Menschen mit Wohnraum gefordert.

»Für die aus der Ukraine Vertriebenen, die derzeit im Wetteraukreis ankommen, stellen sich verschiedene Fragen nach der Dauer ihres Aufenthalts sowie möglicherweise nach Wohnraum. Auch wenn vieles aktuell noch unklar ist, unterstützt die Kreisverwaltung selbstverständlich mit vielen beteiligten Facheinheiten«, betonen Landrat Weckler, Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) und Kreisbeigeordneter Matthias Walther (CDU) in der Mitteilung.

Der Wetterauer Katastrophenschutz prüfe derzeit die Möglichkeiten einer zentralen Unterbringung von größeren Gruppen.

Unter der Rufnummer 0 60 31/83 38 33 sollen von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, alle relevanten Fragen aufgenommen und an die entsprechenden Fachstellen weitergeleitet werden. »Wenn eine Antwort nicht sofort gegeben werden kann, folgt diese dann über die entsprechenden Fachstellen«, wird versichert. Auch eine E-Mail-Adresse wurde eingerichtet: ukraine-hilfen@wetteraukreis.de.

Auf der Webseite des Wetter-aukreises ist bereits eine allgemeine Informationsseite zur Ukraine-Hilfe eingerichtet worden, die sukzessive erweitert wird. Dort werden auch wichtige Seiten des Landes verlinkt.

Zudem wurde eine Wohnungsbörse eingerichtet, bei der Menschen im Wetteraukreis Wohnraum für Flüchtlinge aus der Ukraine anbieten können. Gleichzeitig kann an dieser Stelle Wohnraum für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nachgefragt werden. Den Zugang und weitere Informationen zur Wohnungsbörse gibt es ebenfalls auf der Kreis-Webseite zur Ukraine-Hilfe

»Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger im Wetter-aukreis ist groß, geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu helfen«, berichtet Weckler. Dabei sei es besonders wichtig, private Hilfsaktionen mit den Hilfsorganisationen abzustimmen.

Kreis darf keine Fahrzeuge stellen

»Bitte fahren Sie nicht auf eigene Faust in die Ukraine, um dort Flüchtlinge abzuholen. Auch das Einsammeln und der Transport von Hilfsgütern auf eigene Faust ist selten eine gute Idee«, betont der Landrat. »Dafür gibt es Hilfsorganisationen und Einrichtungen, die jahrzehntelange Erfahrungen haben und die dafür sorgen, dass die Hilfsgüter auch wirklich dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.« Wer helfen wolle, spende am besten Geld - und Sachgüter nur nach Aufrufen.

Der Kreis selbst könne keine Hilfstransporte organisieren und auch nicht mit Fahrzeugen oder Personal bei der Organisation privater Hilfstransporte unterstützen. »Der Einsatz von Fahrzeugen, Geräten, Ausstattung sowie Helferinnen und Helfern aus dem Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes ist ausdrücklich per Erlass untersagt. Diese sind ausschließlich für mögliche Hilfeleistungen vor Ort vorgesehen, damit sie jederzeit bei möglichen Schadensereignissen in Hessen eingesetzt werden können«, erklärt Weckler.

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