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Sinkende Mitgliederzahlen, weniger Geld

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Von: red Redaktion

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Das Bild zeigt die stellvertretende Vorsitzende Anette Kirchner, Bernd Herrmann, Karl-Otto Schaumburg und Vorsitzenden Martin Ritter (v. l.). © pv

Nidda (red). Die Mitgliederversammlung des Gesangvereins »Sängerkranz 1839« Nidda im Bürgerhaus Michelnau am vergangenen Donnerstag brachte wenig Neues und verlief insgesamt so harmonisch, dass um 20 Uhr pünktlich mit der Probe begonnen werden konnte.

In seinem Bericht hob Vorsitzender Martin Ritter hervor, dass durch Corona nun bereits im zweiten Jahr weder an einen geregelten durchgehenden Singbetrieb noch an ein normales geselliges Vereinsleben gedacht werden konnte.

Projekte wegen Pandemie gecancelt

Dennoch konnte sich immer wieder zum Singen getroffen werden, anfangs im Parkhaus der Sparkasse Oberhessen, ab der kühleren Jahreszeit im Bürgerhaus Michelnau. Die geplanten Projekte fielen aber insgesamt der Pandemie zum Opfer.

Der musikalische Höhepunkt des Jahres 2021 waren natürlich die Video-Produktion und Präsentation der Kirchberger Weihnachtsmesse in Kooperation mit den Sangesfreunden aus Windecken und Ober-Seemen, begleitet vom Kammerorchester »Musica Nidda«. Besonders Dirigent Thomas Kiersch, der mit schier unermüdlichem Einsatz die Organisation des Projektes übernommen hatte und auch für die Koordination zwischen den Chören sorgte, ist dabei zu nennen. Die Lust auf das gemeinsame Singen wurde an jeder Stelle deutlich.

Die Vorstandsarbeit konnte unter den gegebenen Umständen natürlich auch nur rudimentär stattfinden, einmal, Ende August, konnte sich »live« in der Sängerklause im Heimatmuseum getroffen werden, um Detailabsprachen zum Videoprojekt zu treffen. Die übrige Vorstandsarbeit fand auf dem sogenannten kurzen Dienstweg statt, im Homeoffice quasi; Entscheidungen wurden über Whatsapp getroffen und Verschiedenes unmittelbar mit den Zuständigen geregelt.

Besorgt äußerte sich Vorsitzender Ritter zu den sinkenden Mitgliederzahlen und den ebenfalls schrumpfenden Finanzen. Er verlieh aber auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass durch geplante Projekte, wie dem ab 21. April beginnenden »Oldies but Goldies«, wieder einige Sängerinnen und Sänger zusätzlich den Weg zum Stammchor nach Michelnau finden.

Den Sängerkranz möglichst erhalten

Chorleiter Thomas Kiersch berichtete von einem erneut schwierigen Vereinsjahr für alle Gesangvereine. Erst im Juni konnte wieder mit Proben begonnen werden, aber die beabsichtigte Kirschberger Weihnachtsmesse von Lorenz Maierhofer als Präsenzkonzert im Dezember aufzuführen, wurde im Spätherbst wieder abgesagt und durch das Videokonzert ersetzt.

Das Ergebnis konnte sich allerdings sehen lassen und wurde von den Besuchern sehr gut gewürdigt. Kiersch lobte dennoch die Qualität des Chores trotz geringer Sängerzahl.

Ziel für das laufende Jahr müsse auf jeden Fall sein, dass wieder öffentliche Auftritte stattfinden, so bei »Oldies but Goldies«. In der Weihnachtszeit soll nach Möglichkeit die Live-Präsentation der »Kirschberger Weihnachtsmesse« nachgeholt werden.

Der Kassenbericht von Rechnerin Linda Ullrich endete mit einem deutlichen Defizit, die Kassenprüfer Susi Repp und Rolf Dieterle bescheinigten ihr aber eine absolut korrekte Kassenführung, sodass der Vorstand einstimmig entlastet werden konnte.

Abschließend wurden der ehemalige stellvertretende Vorsitzende Bernd Herrmann und Schriftführer Karl-Otto Schaumburg nach ihrem gemeinsamen Wiedereintritt vor 15 Jahren durch den Vorstand geehrt.

Als Fazit bleibt, dass das Vereinsleben allgemein immer schwieriger zu stemmen ist, dass aber dennoch Hoffnung besteht, den »Sängerkranz« noch möglichst lange am Leben erhalten zu können, auch wenn in absehbarer Zeit unliebsame Maßnahmen ergriffen werden müssen.

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